Erzählung aus einer "schäbigen Seitengasse"
25.03.2010
BUCHNEUHEIT Wiesbadener Autor in Leipzig präsent
wiesbaden (mag). Die Geschichte einer einfachen Frau aus dem Hessischen wird zur lebensnahen Chronik der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts in dem Buch "Biographie einer Unbekannten" des Wiesbadeners Helmut May, das auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt wurde.
Die Erzählung eines "stillen Bewunderers", so der Untertitel, spielt am Südhang des Taunus in der Nähe des Rheins in einer schäbigen Seitengasse des fiktiven Orts "Hochstätt". Es ist eine Geschichte zwischen Kaiserreich, Nationalsozialismus und seinen Spätfolgen im Blick auf die Perspektiven der kleinen Leute, "die immer Verlierer bleiben und doch ihr Leben in Würde führen", wie es im Klappentext heißt.
Die 1901 geborene Karoline Hellbard ist weder besonders begabt noch sonstwie begünstigt und lebt ein bescheidenes, entbehrungsreiches Leben. Die Erzählung betrachtet der Autor als Aufforderung an die Geschichtsschreibung, mehr von den "Hochstätts" als von großen Staatsaktionen zu schreiben. Erschienen ist es in der Edition Lithaus, Berlin.

