Wie Mütter fremden Kindern helfen können
15.03.2010
LEUKÄMIE HSK verfügt über Nabelschnur-Blutbank
Wiesbaden (bew). Die Eltern des kleinen, an Leukämie erkrankten Fynn dürfen nun, wie berichtet, Hoffnung haben, dass ihm durch eine Stammzellenspende geholfen werden kann. Die Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin an den HSK in Wiesbaden weist daraufhin, dass an Leukämie erkrankte Kinder zwar nicht von ihrem eigenen Nabelschnurblut profitieren, aber durchaus von Nabelschnur-und Plazentarestblutspenden von anderen Neugeborenen. Mütter, die ihr Plazenta-Restblut zu diesem Zweck spenden wollen, können dies in der Klinik für Geburtshilfe der HSK jederzeit, kostenlos und unkompliziert tun.
Plazenta-Restblut
Als erstes Krankenhaus der Region, das mit einer öffentlichen Nabelschnurblutbank kooperiert, haben Mütter hier seit dem 2008 die Möglichkeit, Plazentarestblut kostenlos zu spenden. Das Nabelschnurblut wird nach der Aufbereitung anonym beim Zentralen Knochenmarkregister Deutschland (ZKRD) in Ulm registriert und steht dann für Patienten wie Fynn zur Verfügung.
Die Entnahme des Plazentarestblutes erfolgt laut HSK-Experten ohne Beeinträchtigung für Mutter und Kind, der normale Geburtsablauf wird nicht gestört.
Heilungsraten identisch
Im Jahr 2009 konnten 98 Nabelschnurpräparate aus der Klinik für Geburtshilfe der HSK dem ZKRD gemeldet werden. Die Vorteile des Nabelschnurblutes sind seine schnelle Verfügbarkeit, die komplikationslose Gewinnung und die Einsetzbarkeit, selbst wenn Spender und Empfänger nicht 100-prozentig identisch sind. Die Heilungsraten bei Stammzell-Spenden, die von Erwachsenen oder aus Plazentarestblut gewonnen werden, sind identisch.

