Von Heinz Porten
Sonnenberger klagen über Verkehr und fordern Entlastung
SONNENBERG. Die Anwohner der Parkstraße und des Heidestocks sind sauer. Sie fordern eine Tempo-30-Zone und die Öffnung des Army-Geländes für den Durchgangsverkehr. Belastet seien vor allem die Sonnenberger im Rosmarinweg und in der Korianderstraße.
Die Stimmung war derart aufgeheizt, dass sich die Dimmer der Raumbeleuchtung im Bürgerhaus bei der Sitzung des Sonnenberger Ortsbeirats kurzzeitig wegen Überhitzung eine Auszeit nahmen und das Gremium vorübergehend bei Notbeleuchtung tagen musste. Schon zu Beginn hatten Bürger aus der Parkstraße und dem Wohngebiet Heidestock ihrem Unmut über "übermäßige Verkehrsbelastung" Luft gemacht.
Unhaltbare Zustände
In der Bürgerfragestunde prangerten Anwohner die ihrer Ansicht nach unhaltbaren Zustände in der Parkstraße und im Heidestock an. In der Parkstraße sprachen sie sich für die Einführung einer Tempo 30-Zone aus und verlangten von Ortsvorsteher Werner Jopp Informationen zur geplanten Neugestaltung.
Kreisverkehr einrichten
Jopp verwies auf den Antrag des Ortsbeirats, einen Kreisverkehr an der Kreuzung Parkstraße/Leibnizstraße einzurichten. Die Parkstraße sei nach Angaben des Tiefbauamts für die Generalsanierung im Haushalt vorgesehen. Ob die Umsetzung bald erfolgt, müsse aber die Politik entscheiden, informierte Jopp. Die Lärmminderung in der Park-, Danziger- und Rambacher Straße sei zudem ein zentraler Punkt der vom Ortsbeirat eingebrachten Vorschläge für den Doppelhaushalt und den Bürgerhaushalt, so Jopp.
Gleichbehandlung
Anwohner des Heidestocks beschwerten sich über die bevorzugte Behandlung des Ingwerwegs und forderten eine Gleichbehandlung von Korianderstraße und Rosmarinweg. Dort seien wesentlich mehr Anwohner vom Durchgangsverkehr betroffen.
Ein zentrales Anliegen war ihnen die Öffnung des amerikanischen Wohngebietes für den Durchgangsverkehr. Seit der Schließung 2001 sei der Verkehr deutlich angestiegen. Jopp bat um etwas Geduld, um die gerade fertiggestellte Verkehrsberuhigung im Ingwerweg beurteilen zu können. Erst dann könne man Ähnliches für Rosmarinweg und Korianderstraße angehen. Er verwies auf eine Aussage der US-Streitkräfte, wonach frühestens 2013, nach Abschluss der Neubauten in Erbenheim, an eine Öffnung zu denken sei.
Ulf Korduan vom Tiefbauamt berichtete anschließend dem Ortsbeirat über die dringend nötige Sanierung der Brücke Louis-Buchelt-Straße/An der Stadtmauer (wir berichteten). Bei regelmäßigen Kontrollen hätte sich gezeigt, dass der Spannstahl der Plattenbrücke stark korrodiert und eine Erneuerung aus Sicherheitsgründen unumgänglich sei.
Da im Rahmen der Hochwasserschutzmaßnahmen auch Arbeiten an der Brücke Schlagstraße/Mühlbergstraße bevorstehen, habe man die Sanierung der maroden Brücke vorgezogen. Die Einrichtung der Baustelle hat bereits begonnen. Ab Montag, 4. Mai, wird eine Ampelanlage den Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeiführen. Korduan rechnete mit einer Dauer von etwa acht Wochen. Allerdings wird erst begonnen, wenn die derzeit laufenden Kanalarbeiten an der Brücke Schlagstraße/Mühlbergstraße abgeschlossen seien. Damit steht den Sonnenbergern verkehrstechnisch ein heißer Sommer bevor.
Neubau der Kita
Die Verbesserung der Verkehrssituation in Sonnenberg nimmt auch einen breiten Raum bei den Vorschlägen ein, die der Ortsbeirat für den neuen Doppelhaushalt einreichte. Als wichtigste Vorhaben wurden hier zwar der Neubau einer Kindertagesstätte an der Danziger Straße/Ecke Hofwiese, der Hochwasserschutz und die Neugestaltung des Hofgartenplatzes angesehen. Aber mit dem Kreisel in der Parkstraße, der Verkehrsberuhigung im Heidestock, und der Lärm mindernden Straßensanierung in der Park-, Danziger und Rambacher Straße finden sich auch hier diese wichtigen Punkte wieder.


Ampelanlage
Ich hoffe, die Ampelanlange wird diesmal auch so eingestellt, dass morgens der Verkehr Stadteinwärts und Abends Stadtauswärts mehr Grünphase erhält.
Und für Baustellen an denen nur ein Kran halb auf der Straße steht (wie z.B. heute morgen) kann man sich die Ampel auch sparen. Bei nur 5m Einspurigkeit kann sich der Verkehr auch selbst regeln. Da hat man dann wenigstens nicht so lange Leerzeiten zwischen den beiden "Grünphasen".