Monster vom Feld
02.10.2010 - SCHIERSTEIN
Von Miles Meier
KULTURTAGE Landwirt Stefan Huber zeigt seinen Familienbetrieb
Ein kreisrunder Schnitt - und der Kürbis ist skalpiert. Stefan Huber führte am Donnerstag im Rahmen der Schiersteiner Kulturtage vor, wie man Kürbisse zu Monstern schnitzt. Vorher erklärte der Schiersteiner Gemüsebauer seinen Gästen den landwirtschaftlichen Betrieb. Auf den vier Hektar Land des Familienbetriebes wächst zurzeit Kohl in allen Formen. Neben Weiß-, Grün-, Spitz- und Blumenkohl zieht Huber auch seltenen Schwarzkohl. „Kann sein, dass hier die gesamte Schwarzkohlproduktion Deutschlands steht. Leider dieses Jahr nichts geworden.“ Stefan Huber deutet auf zehn „verlebte“ Pflanzen.
Huber ist die Leidenschaft für seine Arbeit anzumerken. Mit einer Mischung aus kindlicher Freude und heiligem Ernst zeigt er immer wieder die Samen der Pflanzen, aus denen „das alles ganz von allein wächst“. Nahezu alle Feldfrüchte werden von Hand geerntet. Da erscheinen die 30 Meter Feldsalat „unendlich weit“ zu sein. Stefan Huber verzichtet weitestgehend auf chemische Mittel. Seine Tomaten lässt er von Schlupfwespen bewachen und Vögel lenkt er mit Sonnenblumen vom Süßmais ab.
Die Familie Huber baut seit 1906 Gemüse an. Bis 1960 tat sie das noch auf dem Gelände der heutigen Feuerwache 1. Heute steht der Hof an der Saarstraße zwischen Schierstein und Dotzheim. Seit 1990 vermarktet der Hof seine Produkte direkt an Kunden in der Region, darunter auch 15 Wiesbadener Kitas.
Die Führung „Rund um den Gemüsegarten“ war Teil der bis zum 3. Oktober dauernden „3. Schiersteiner Kulturtage“, die die Volksbildungsstätte Schierstein veranstaltet.

