PREMIERE Der erste Nauroder Nikolausmarkt
(aja). Bislang war Naurod einer der wenigen Stadtteile ohne eigenen Weihnachtsmarkt. Doch in diesem Jahr hat sich das geändert: Der erste "Nauroder Nikolausmarkt" sei ein voller Erfolg, freute sich der Vorsitzende des veranstaltenden Gewerbevereins, Wolfgang Vogt. "Wir dachten, dass so etwas noch in den Veranstaltungskalender passt", meinte Vogt und schaute sich zufrieden auf der Obergasse hinter der markanten evangelischen Kirche um.
Die Ortsvereine und einige Gewerbetreibende hatten sich tatkräftig beteiligt, und so hatten die Besucher an 18 Ständen eine Auswahl an kulinarischen Spezialitäten oder hübschen Geschenkartikeln. Und das gleich bis in den Abend hinein: "Es soll sich ja auch lohnen", so Wolfgang Vogt.
Mit einem Rahmenprogramm war ebenfalls für adventliche Unterhaltung gesorgt. Das "Bläsersyndikat" intonierte, wohlgeschützt vor den Nieselregen in einem kleinen Zelt, in kleiner Besetzung weihnachtliche Weisen. In der Kirche sangen und flöteten die Kinder der Rudolf-Dietz-Schule, und der Pfarrer hielt zu Beginn des Marktes eine kurze Andacht. Später kamen noch Chor- und Trompetenklänge hinzu.
Um 17 Uhr war es Zeit für den Nikolaus. Hermann Preißig hatte sich in das entsprechende Gewand gekleidet und zwei große Säcke mit Geschenken für die Kinder mitgebracht. "Es ist richtig toll hier", freuten sich die Nauroder Geschwister Julia und Max, die sich mit Puderzucker bestreute Waffeln schmecken ließen. Ob Plätzchen vom Seniorenkreis, Gyros bei der Jugendfeuerwehr oder die leckeren französischen Crèpes beim Partnerschaftsverein Naurod-Fondettes - alles duftete verlockend und lud zum Probieren ein.
Kunsthandwerkliches steuerte zum Beispiel das Blumenhaus Sand bei; nebenan bei "Rosi" gab´s köstliche Marmeladen und Honig mit Chili-Aroma. Auch zwei Künstlerinnen aus Niedernhausen, Isabel Kohlt und Conny Schneekloth, hatten eigens für den Weihnachtsmarkt Bilder in Acryl angefertigt.
"Besonders die Herzbilder werden gerne gekauft", sagte Conny Schneekloth, die die Nauroder Markt-Premiere sehr begrüßte. Nebenan, am Stand der Igstadter Schreinerei Dahlhäuser, waren Birkenholzobjekte zu bewundern, die Bettina Dahlhäuser hergestellt hatte.
Eine bunte Mischung aus von der Oma selbstgestrickten Socken und von der Mutter eigenhändig aus Frankreich importierten Trüffelpralinen machte den Charme dieses kleinen Standes aus. Des Lobes voll waren auch die Nauroder Einzelhändler Christina Groh und Thomas Gormann sowie Sylvia Ohm, die sich mit ihren Optiker- beziehungsweise Bekleidungssortimenten einen Stand teilten - Nachbarn sind sie auch ansonsten mit ihren Geschäften. "Hat sich gelohnt, die Leute kommen zahlreich und nehmen auch gerne was mit", so Sylvia Ohm: "Handschuhe sind der Renner!" Kein Wunder bei endlich winterlichen Temperaturen.

