Feldschutz soll für Ordnung sorgen
04.01.2012 - KLOPPENHEIM
KLOPPENHEIM Ortsvorsteherin Erika Milke-Frenz (SPD) fordert Schutz für Landwirte / Serie „Mein Ort 2012“
(pak). Der Kurier fragt die Ortsvorsteher aller Stadtteile nach ihrem Ausblick auf das Jahr 2012. In dieser Folge steht die Kloppenheimer Ortsvorsteherin Erika Milke-Frenz Rede und Antwort. Die Rechtsanwältin für Ausländer- und Asylrecht sowie für Ehe- und Familienrecht ist in Kloppenheim aufgewachsen. Seit 1989 ist die SPD-Frau Mitglied des Ortsbeirats. Das Amt der Ortsvorsteherin bekleidet Erika Milke-Frenz bereits seit 1997. Große Themen in Kloppenheim sind der Feldschutz, die Kerb und der Verkehr.
Wo wünschen Sie sich für Ihren Stadtteil mehr Unterstützung vonseiten der Stadt?
Seit Jahren bitten wir um eine Wiederherstellung des Feldschutzes nicht nur zum Schutz der Ernte der noch verbliebenen Landwirte aber auch zum Schutz der Landschaft vor wilden Müllablagerungen. Einige innerörtliche Fußwege sind nicht gut und zum Teil überhaupt nicht beleuchtet, Stürze im Dunklen sind daher nicht ausgeschlossen. Dabei geht es nicht um Schleichwege, sondern um offizielle befestigte Fußwege, die abseits der engen stark befahrenen Ortsstraßen von Kindern auch in den Wintermonaten am Morgen als Schulweg benutzt werden könnten.
Wie schaffen Sie es, künftig mehr Menschen für die Arbeit Ihres Ortsbeirates zu interessieren?
Dazu gibt es kein Patentrezept und keine Erfolgsgarantie. Mit gutem Beispiel vorangehen, ist meine Devise. Ich werde weiter auf die Menschen zugehen, mich für ihre Arbeit und ihre Anliegen interessieren und die Vereine unterstützen und mithelfen.
Wohin in Ihrem Stadtteil trauen Sie sich nachts nicht allein?
Es gibt keinen Ort, an den ich mich nicht hintrauen würde. Ich meide aber die oben erwähnten Fußwege, weil ich nicht über Äste stolpern oder in „Tretminen“ landen will.
Was ist in Ihrem Stadtteil das wichtigste Ereignis im Jahr 2012?
Im Unterschied zu den vorangegangenen Jahren haben wir 2012 kein großes Vereinsjubiläum, daher wird das wichtigste Ereignis 2012 unsere Kerb im Ortskern vom 24. bis 26. August sein.
Auf welches Verkehrsmittel kann/sollte man in Ihrem Stadtteil am ehesten verzichten?
Für Fahrten in die Innenstadt kann man auf das Auto verzichten, auch innerorts, wenn die Hockenberger Mühle und die Häuser dort eine Busanbindung hätten. Aber für selbst benachbarte Gemeinden, wie Igstadt, Auringen, Medenbach, Naurod braucht man wieder das Auto, da diese nur bei großem Zeitaufwand mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind.

