Von Jonas Röder
EUROPAWOCHE Obermayr-Schule veranstaltet Aktionstag
Im Zuge der hessenweit ausgerufenen Europawoche 2010 beteiligte sich die in Wiesbaden ansässige Europa-Schule Dr. Obermayr gestern mit einem offenen Aktionstag. In zweitägiger Projektarbeit hatten die Schüler des Campus Erbenheim Perspektiven, Visionen und Herausforderungen des künftigen Europa thematisiert und in unterschiedlichster Form umgesetzt.
"Im Jahre 2025 werden wir auf einem anderen Planeten leben", so formulierten sie ihre Erwartungshaltung zu Beginn eines Projektes. Lehrer und Schüler hatten daraufhin ihre Vorstellungen von einem Leben in 15 Jahren wiedergegeben. Dabei mussten die Projektteilnehmer auch einsehen, dass visionäre Ideen selten genannt wurden. Anfangs noch von Science Fiction beeinflusst, gelangten sie im Laufe der zwei Tage zu einer realistischeren, aber nicht weniger wünschenswerten Einschätzung: "Ich hoffe, dass in 15 Jahren kein Auto mehr mit fossilen Brennstoffen fährt", lautete die Aussage eines Jungen.
Um die Zukunft der Energieversorgung ging es auch in einem Chemieprojekt der 7. und 8. Klassen. Innovative Energien wie Erdwärme, Wind- und Wasserkraft sowie speziell die Brennstoffzelle wurden angesprochen und letztere anhand von mehreren Versuchen behandelt. Chemische Grundlagen seien dabei eher nebensächlich gewesen, so Projektleiter Stefan Weil. Einmal mit der Thematik vertraut gemacht, ließen sich die Schüler begeistern.
Fernab der Energiegewinnung ging es auch um Alltäglichkeiten des Lebens. Zukünftige Trendsportarten wurden entwickelt, die Schule der Zukunft entworfen, eine Modenschau sowie ein europäischer Tanz vorgeführt. Dass die Schüler jedoch nicht die großen Fragen an die Zukunft Europas ausließen, zeigten die zahlreichen Podiumsdiskussionen: Globalisierung, die Macht der Medien und die aktuelle Eurokrise standen zur Debatte.

