Mit Flaschen gepflastert
04.04.2011 - BRECKENHEIM
Von Christian Struck
DRECK Zahlreiche Helfer beteiligen sich an großer Müll-Sammelaktion / 20 Säcke
„Was die Leute alles wegschmeißen“, werden sich die freiwilligen Müllentsorger vom Heimat- und Verkehrsverein in Breckenheim gedacht haben, als sie am Samstagmorgen zum Dreck-Weg-Tag antraten. „Zwischen dem Kreisel Wallau und dem Kreisel Hellgasse war die Straße mit Schnapsflaschen gepflastert“, berichtete der erste Kassierer, Peter Wenski. Ordnungsdezernentin Birgit Zeimetz (CDU) und die städtischen Entsorgungsbetriebe (ELW) hatten zu der stadtweiten Aktion aufgerufen.
Der Heimat- und Verkehrsverein beteiligte sich bereits zum fünften Mal am Dreck-Weg-Tag. Zu den Aufräumarbeiten hatten sich sieben Mitglieder des Vereins in der Gegend um Friedhof, Umgehungsstraße und Supermarkt eingefunden. Unterstützung erfuhren die Eintags-Müllmänner von einer 30-köpfigen Geo-Catcher-Gruppe. „Für diese riesige Unterstützung sind wir sehr dankbar“, erklärte der erste Vorsitzende Klaus-Peter Wolf.
An bestimmten Ecken sammele sich der Dreck besonders, berichteten die Helfer von ihrem Einsatz. Diese Ecken befänden sich größtenteils rund um den Supermarkt. Hier sammelten sie mehrere Säcke Kaffeebecher ein, die aus der Bäckerei des Marktes stammen. Großen Unmut ernteten auch die Hinterlassenschaften aus einem nahegelegenen Fast-Food-Restaurant.
Unter den Fundstücken waren wie jedes Jahr einige Kuriositäten. So fanden die Helfer einige Maschinenteile und sogar eine Autositzbank. Weiteres Rätselraten entstand auch beim Fund eines fast vollen 20-Liter-Tanks mit unbekanntem Inhalt. „Diesel oder Öl“, vermuteten die Saubermänner.
„Das bringt jetzt was für sechs Wochen, dann sieht es wieder genauso aus“, prophezeite der zweite Vorsitzende Udo Krause. Diese freiwillige Arbeit sei aber notwendig, „sonst versinken wir hier im Dreck“, so Krause weiter. Mehr Mülleimer aufzustellen würde auch nichts bringen, darüber waren sich die Helfer beim Feierabendbierchen einig. „Die Leute sammeln den Müll und werfen ihn dann säckeweise weg“, so Klaus-Peter Wolf.
„Es ist gut, dass es noch Freiwillige gibt, die den Dreck von anderen Leuten wegmachen“, lobte der Ortsvorsteher Bernd Scharf (CDU). Insgesamt hatten die Helfer 20 große Müllsäcke gefüllt.

