AARTALBAHN Verkehrsausschuss will als ersten Schritt die Eisenbahnbrücke über die Flachstraße neu bauen
(jeo). Das Machbare in kleinen Schritten sichern, um die große Vision aufrechterhalten zu können. Ob die Aartalbahn jemals wieder als öffentliches Nahverkehrsmittel dienen wird, steht in den Sternen. Aber mit den Stimmen der Koalition und der SPD möchte der Ausschuss für Planung, Bau- und Verkehr zumindest die touristische Nutzung der Strecke gewährleisten. "Damit die Gleisanlage in Schuss gehalten wird und uns dadurch alle Optionen erhalten bleiben", begründete der Ausschussvorsitzende Hans-Peter Kessler (CDU) den Antrag der Jamaika-Koalition.
Als ersten Schritt in diese Richtung ist der Magistrat beauftragt, mit Eswe-Verkehr einen Neubau der Eisenbahnbrücke Flachstraße mit höherer Durchfahrtshöhe umgehend vorzusehen, deren Finanzierung darzulegen sowie die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn aufzunehmen. Ungeklärt ist die Höhe der Summe, die vom Versicherer des Schadensverursachers zu erwarten ist. "Ist die Brücke wieder befahrbar, sollte auch die wirtschaftliche Zukunft des Vereins Nassauische Touristikbahn (NTB) auf sicheren Füßen stehen", sagte Kessler. Natürlich müsse sich vor dem Hintergrund der Ergebnisse der vierten Aartalbahnkonferenz im vergangenen November auch der Rheingau-Taunus-Kreis, als Partner mit im Boot, mehr ins Zeug legen. "Er fordert, bringt sich aber nur eher symbolisch ein", kritisierte Kessler. Begrüßen würde der Verkehrsauschuss beispielsweise, wenn der Kreis die Aartalbahnbrücke über die Magistrale der Bundesstraße 54 in Taunusstein ankaufen würde. Diese Maßnahme würde NTB von einem großen Kostenblock befreien.

