TOURISTIKBAHN Eswe erarbeitet Gesamtkonzept für die Aartalbahnstrecke / Weitere touristische Nutzung angedacht / Gespräche mit NTB
(be). Wie es weitergeht mit der ramponierten Eisenbahnbrücke über die Flachstraße, das soll ein dreistufiges Konzept für die Aartalbahn darstellen, das Eswe Verkehr, Pächterin der Strecke, derzeit ausarbeitet. Wie Jörg Gerhard, stellvertretender Betriebsleiter, im Bauausschuss berichtete, komme bei dem irreparablen Zustand der Brücke lediglich ein Austausch gegen einen Neubau in Frage, der dann eine Verkehrshöhe von vier Metern haben soll. Die Eswe-Vorlage soll die Punkte Infrastruktur, Nutzungskonzept und finanzielles Konzept enthalten.
"Die Flachstraße allein zu behandeln ist keine Lösung", so Gerhard im Ausschuss. Er verweist darauf, dass auch, wenn die Nassauische Touristikbahn (NTB) nun nur in Fahrtrichtung Mainz verkehren würde, dort die Brücke über die Schiersteiner Straße ebenfalls zuerst repariert werden müsse: Auch dort gab´s einen Anprallschaden durch einen Lkw, diesmal aber mit Fahrerflucht. Aufgrund des Gesamtkonzeptes sollen sich die Stadt, die laut Dezernent Joachim Pös zur NTB steht, Eswe und die NTB zusammensetzen und Gespräche über die Machbarkeit führen: "Das darf keine Briefmarkenlösung sein", so Gerhard. Weitere touristische Nutzungen der denkmalgeschützten Strecke seien denkbar, zum Beispiel Sonderzüge zu Events. Auch solle der Museumsbahnverein seine finanzielle Situation und Betriebsperspektive darlegen. Der Magistrat nimmt nun Gespräche mit der NTB auf und berichtet in Kürze.
Ausschussmitglieder verwiesen auf die drängende Zeit: Ein Brückenneubau, der 200 000 Euro kosten soll, so Claus-Peter Große (Grüne), das reiche weit über den nächsten Haushalt hinaus. "Das gibt ein größeres Problem an der Stelle, dann wäre die NTB tot."

