GANZTAGSSCHULE Private zweisprachige Einrichtung öffnet kommendes Jahr in der Langenbeckstraße
(clv). 18 Kinder wuseln aufgeregt im Raum herum. Am Vortag haben sie auf einem Ausflug Regenwürmer gesammelt. Jetzt stehen sie im Gruppenzimmer um die Tierchen zu wiegen und zu messen. Wie viele Ringe hat ein Regenwurm? Kann er riechen, sehen, hören schmecken? All das sollen die Kleinen zusammen mit ihren beiden Lehrerinnen, einer Deutschen und einer Engländerin, gemeinsam herausfinden. Anschließend schreiben sie über die Würmer eine Geschichte. Bisher ist dieses Szenario nur eine Vision. Doch im nächsten Herbst soll es Wirklichkeit werden. Brigitte Göbel, mehr als 30 Jahre Lehrerin an einer staatlichen Schule und nun Gründerin und pädagogische Leiterin der ersten privaten, bilingualen Ganztagsschule (PbG) in der Langenbeckstraße, hat drei Jahre an ihrem Konzept gearbeitet. Nun hat es die Genehmigungen des Bildungsministeriums erhalten. Ab März können Familien ihren Nachwuchs hier unterrichten lassen. Voraussetzung: Die Kinder müssen bis zum 30. Juni 2010 das fünfte Lebensjahr vollendet und die Eltern das Schulgeld von monatlich 865 Euro bezahlt haben.
Das ist ein stolzer Preis. Göbel weiß das. Doch die Kosten müssen gedeckt sein. Die öffentliche Hand unterstützt Privatschulen erst ab dem vierten Jahr. Deshalb ist die Schulleiterin gemeinsam mit Tochter Nina, auch Marketingfrau der PbG, auf der Suche nach Sponsoren. Der Besuch der Schule soll nicht nur für Kinder wohlhabender Eltern möglich sein.
In drei Unterrichtsstufen, jeweils bestehend aus zwei bis drei Jahrgängen, werden 18 Kinder ab fünf Jahren sechs Jahre lang in Stammgruppen fächerübergreifend unterrichtet. Die Unterrichtssprache ist Englisch, jede Gruppe wird von zwei Lehrern geleitet, einer davon ein englischer "native Speaker". Um zu gewährleisten, dass die Kenntnisse der Schüler am Ende des Schuljahres auch die Vorgaben der staatlichen Lehrpläne erfüllen, wird zusätzlich in Kleingruppen Wissen vermittelt.
Informationsabende finden am Dienstag, 27. Oktober und Dienstag, 10. November, jeweils um 19.30 Uhr statt.

