(pm). Ein wenig skeptisch ist Sipho Mabona schon. Das Papier sei zu dünn, nicht quadratisch und deshalb wenig Origami-gerecht - auch weil es, eigentlich ein „NoNo“, bedruckt ist. Aber binnen 30 Minuten könne er auch daraus was Spannendes zaubern - einen Tiger. Aus der Titelseite des Kurier!
Wie er sein Papier-Raubtier nach kompliziertem Faltplan zurechtfrickelt, erschließt sich dem staunenden Betrachter nur ungefähr. Aber es verwundert nicht, wenn man den preisgekrönten „Asics“-Werbespot kennt, der mit den Figuren des 28-jährigen Schweizers bevölkert ist.
Mabona, der es als erster ausländischer Künstler auf den Titel des Konferenzbuches der “Japan Origami Academic Society“ geschafft hat, faltete mit fünf Jahren seinen ersten Papierflieger und stellt heute in Galerien von New York über Vancouver bis Tokyo aus. “Grenzen“, sagt er, gibt es keine, “alles nur eine Frage der Zeit.“

