40 Schüler besuchen Schnuppertauchkurse des TC Pulpo im Rahmen des Sommerferienprogramms der Stadt
ed. Von "einfach geil" bis "o.k." reichten die Kommentare der Kinder, die am Tauch-Workshop teilnahmen: Den hatte "Kultur vor Ort" aufgrund des großen Anklangs im vergangenen Jahr erneut ins Ferienprogramm aufgenommen, und er war, wie Markus Filke vom Amt für Soziale Arbeit betonte, wieder ausgebucht. Besonders begeistert äußerte sich die zwölfjährige Jennifer Bimmerlein: Sie sei ohnehin eine Wasserratte und habe ihren ersten Tauchgang mit Jacket, Flasche und Automat sehr genossen. "Das ist bestimmt cool, auch mal Fische zu sehen", schmiedete sie bereits Zukunftspläne. Etwas zurückhaltender äußerte sich der neunjährige Mark Gecelli. "Man muss sich ab und zu die Nase zuhalten, weil es sonst wehtut", erklärte er hinsichtlich des Drucks. Nach Ablegen des Tauchgeräts sprang er vom Drei-Meter-Brett - trotz blauer Lippen und deutlichen Zitterns: Schließlich hatte er bereits die Gelegenheit zum Unterwasser-Rugby mit Flossen und Schnorchel genutzt. Von den insgesamt 40 Schülern, die das Angebot von "Kultur Vor Ort" in diesem Jahr nutzten, brach nur ein Mädchen den Tauchgang in der Trainingshalle ab, in der die an vier Tagen gebotene Veranstaltung wegen des schlechten Wetters und der Wassertemperatur stattfand. Aber diesen Abbruch fand Ausbildungsleiter Sascha Brand völlig in Ordnung: "Es ging dem Mädel zu schnell, und Tauchen kann man nicht erzwingen." Ihm bereiteten die Schnupperkurse große Freude, berichtete Brand ungeachtet der Tatsache, dass auch ihm trotz seines Neoprenanzugs nach immerhin drei Stunden Wasserarbeit kühl war: "Allein den Spaß der Kinder zu sehen", zeigte er auf den strahlenden Sebastian Grams. Der Junge hatte wie alle anderen Teilnehmer zuvor eine Einverständniserklärung der Eltern inklusive Ausschluss bestimmter Erkrankungen vorlegen müssen. Es solle beispielsweise vorab geklärt werden, ob die Kinder infolge einer Mittelohrentzündung unter Vernarbungen litten, die wiederum den Druckausgleich beeinträchtigten, erläuterte Marcel Berger vom TC Pulpo Wiesbaden. Außerdem durften Kinder mit Asthma gar nicht beziehungsweise nur eingeschränkt tauchen: "Schließlich spielt sich unser Sport unter Wasser ab, da gehört der Mensch von Natur aus nicht hin. Beispielsweise ist ein Barotrauma, also eine Druckverletzung durch Unter- oder Überdruck, möglich." Allerdings könne während der wenigen Minuten, die die Kinder in einer Tiefe von einem bis drei Meter unter Wasser seien, praktisch nichts passieren. Interessierten am Tauchsport, der übrigens für alle Altersklassen in Frage komme, empfahl Berger dringend, die Befähigung in Deutschland zu erwerben: "Im Urlaub bleibt zu wenig Zeit, das Erlernte anzuwenden, denn mit drei Tagen ist es nicht getan!" Weitere Informationen: www.tcpulpo.de

