Mittwoch, 08. September 2010 01:29 Uhr
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Wiesbadener Kurier

Wiesbaden 

Klettergarten für die Kleinen

10.08.2007 - WIESBADEN

Neuer Spielplatz auf dem Neroberg / Stadt und Firma teilen sich Kosten

MaK. WIESBADEN Für kleinere Kinder gibt es jetzt auch einen Kletterparcours auf dem Neroberg. Direkt neben dem "großen" Kletterwald wurde ein neuer Spielplatz eröffnet. Die Kosten, 12 500 Euro, teilen sich die Stadt und das Unternehmen "Kletterwald Neroberg".

"Mini-Kletterwald" steht über dem Eingangstor zum gestern eröffneten neuen Spielplatz auf dem Neroberg. Gelegentlicher Nieselregen hielt die Mädchen und Jungen aus den Kindertagesstätten Europaviertel und Kellerstraße nicht davon ab, an gelben Seilen hangelnd den Platz zu erobern. Ein buntes Bild trotz grauem Himmel. Gleich gegenüber liegt der "große" Kletterwald. Seit seiner Einrichtung vor rund einem Jahr lockt er Gäste aus nah und fern nach Wiesbaden. "Familien mit Kindern machen den Hauptteil unserer Besucher aus", sagte Geschäftsführer Thorsten Held. Allerdings müssen die Kinder hier mindestens acht Jahre alt sein. Für die Jüngeren fehlte bislang ein Kletterangebot - sie standen am Rand und musste zusehen. "Wir trocknen Tränen", lobte Umweltdezernentin Rita Thies das Projekt. "In Zusammenarbeit mit dem Betreiber des Kletterwaldes ist es uns gelungen, innerhalb nur weniger Monate einen attraktiven Kletterparcours auch für die Kleinen einzurichten", erklärte sie. Dass von der Idee bis zur Übergabe des Spielplatzes alles so überraschend schnell ging, sei vor allem Helds Engagement zu verdanken. Gestaltung und Ausführung der Kletterkombination übernahm eine Firma mit Spielplatz-Erfahrung. Naturnah sollte es sein und mit viel Holz. Das Gelände - ein ehemaliger Parkplatz - lag viele Jahre brach. "Kein Baum musste gefällt und nichts gerodet werden", versicherte Thorsten Held, der von den 12 500 Euro Gesamtkosten die Hälfte übernahm. "So preisgünstig bekommen wir nie wieder einen Spielplatz", meinte Rita Thies. Schon für ein einzelnes Spielgerät zahle man heutzutage zwischen 30 000 und 50 000 Euro. Ein kompletter Spielplatz sei nicht unter 150 000 Euro zu haben. Dessen ungeachtet erklärte Ortsvorsteher Siegfried Graffy (CDU), der Ortsbeirat Nordost plane, mit eigenen Mitteln die Attraktivität auch der übrigen Spielplätze im Nerotal zu erhöhen. Keine Frage, dass ihm der "Mini-Kletterwald" gefiel. "Die Befürwortung des Projektes erfolgte im Ortsbeirat einstimmig." Graffy weiß, wie beliebt der Neroberg als Ausflugsziel von Kindergärten, Schulen und Familien ist. Thies lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Ortsbeirat. In absehbarer Zeit soll auch das Projekt Erlebnismulde angegangen werden, sagte sie. Während die Erwachsenen redeten, tummelten sich die Kinder an Klettergeräten, die entfernt an "Burmabrücke" und "Glockenspiel" des großen Kletterwaldes erinnern. Sie übe schon ein bisschen für später, wenn sie acht sei und nebenan "richtig" klettern dürfe, meinte die sechsjährige Anna. Der Mini-Kletterwald steht allen Kindern offen und ist kostenlos.


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