Von Angelika Eder
Fachkongress "Interbiologica" informiert über naturheilkundliche Behandlungsmethoden
Besonderheiten und Vielfalt naturheilkundlicher Behandlungsmethoden standen im Mittelpunkt der Interbiologica 2008. Dieser Fachkongress, der seit 1975 in den Rhein-Main-Hallen stattfindet, bot neben einer großen Ausstellung Workshops und Vorträge von Heilpraktikern und Ärzten. Referentin Manuela Ott etwa widmete sich dem Thema "Interdisziplinäre Wege zur Bewältigung einer schweren Erkrankung am Beispiel der Mukoviszidose". Als Betroffene, die aufgrund einer genetisch bedingten Überfunktion der schleimbildenden Drüsen bereits eine Lunge transplantiert bekam, berichtete sie über ihren eigenen Werdegang: "Ohne Schulmedizin würde ich heute hier nicht stehen, aber die Naturheilkunde hilft mir beispielsweise bei Nebenwirkungen der Medikamente." Die Heilpraktikerin erläuterte ihre unterschiedlichen persönlichen Erfahrungen mit der Traditionellen Chinesischen Medizin, Homöopathie, Osteopathie, der Dunkelfeldblutdiagnose, Kinesiologie sowie der Familienaufstellung. Dabei lieferte sie den Zuhörern nicht nur einen Einblick in die existenziellen Wirkungen der interdisziplinären Therapieverfahren, sondern auch die Erkenntnis: "Selbst die beste Medizin kann nicht wirken, wenn es sich der Patient nicht vorstellen kann, nicht daran glaubt, wieder gesund zu werden." Die Workshops des 33. Internationalen Fachkongresses für Naturheilkunde beschäftigten sich mit der erfolgreichen Behandlung von Allergien, der komplementären Onkologie oder einer augendiagnostischen Betrachtung häufiger funktioneller Störungen innerer Organsysteme. Zwischen den Veranstaltungen informierte ein Bummel über die Vielfalt einschlägiger Angebote: Da probierte Heilpraktikerin Jutta Gerhardt aus Kronberg gerade ein Schlückchen Retterspitz gegen Magendruck, Völlegefühl und starkes Aufstoßen und erkundigte sich anschließend eingehend über die Angebote diverser VersandApotheken. Die Einsparungen bei ihrem Bedarf als Heilpraktikerin seien doch erheblich und würden von ihr zum Entsetzen des heimischen Apothekers schon eingehend genutzt. Nicht als Medikament, sondern als relativ neues Nahrungsergänzungsmittel für "Zappelphilipp oder Träumerkind", also Kinder mit Hyperaktivität und Konzentrationsschwäche, empfahl Biologe Karlheinz Tovar spezielle Kapseln mit Omega3-Fettsäuren. Letztere blieben in dem aus Fischköpfen gewonnenen Lachsextrakt dank spezieller Herstellungsverfahren in ihrer natürlichen Verbindung mit Phospholipiden und Gehirn-Proteinen erhalten und würden somit sehr viel besser vom Körper aufgenommen als in herkömmlichen Fischölkapseln. "Die optimale Quelle für Omega3 ist Seefisch", so der Experte, "aber davon essen wir halt viel zu wenig".

