Pizzabäcker tragen Meisterschaft in Wiesbaden aus - Ein Sieger kommt aus Mainz
04.05.2010 - WIESBADEN
Von Erdal Aslan
Wie ein tanzender Teller wirbelt der Pizzateig durch die Luft. Umberto Napolitano beweist zu Beginn der 5. Deutschen Meisterschaft der Pizzaioli („Pizzabäcker“), warum er der amtierende Pizza-Akrobatik-Weltmeister ist. Außer um Akrobatik geht es in dem von Napolitanos „Pizza-Schule“ organisierten Wettbewerb noch um drei weitere Disziplinen: Geschmack & Choreographie, schnellster Pizzaiolo und größte Pizza.
Zum Abschluss der Lifestyle-Messe „Mediterraneo“ im Kurhaus stellen 19 Teilnehmer aus ganz Deutschland in diesen Kategorien ihr Können unter Beweis. Olaf Zerback, Geschäftsführer der Messe, moderiert die Veranstaltung.
Nervosität zu Beginn: Der erste Teilnehmer, Francesco Iazazzo (29) aus Ingelheim, hat seine Backutensilien im Auto vergessen, jetzt muss er rennen. „Andiamo, andiamo“ wird ihm hinterher gerufen – auf geht’s! Jeder Teilnehmer darf seine eigenen Zutaten und selbstzubereiteten Teig benutzen. Verwendet werden unter anderem Büffel-Mozzarella, Auberginen oder Kirschtomaten. Für das Backen steht das im Außenbereich des Kurhauses aufgebaute Kochzelt mit Elektro-Ofen bereit, wo es hektisch zugeht. Dennoch bleibt für den Wieslocher Antonio Tripi (36) Zeit für das Ansingen von italienischen Arien. Er konkurriert heute mit zweien seiner eigenen Bäcker.
Pizza auf italienischer Flagge
Die Pizzaioli aus dem Wettbewerb „Geschmack“ müssen ihre Pizzen in 15 Minuten zubereiten und der fünfköpfigen Jury präsentieren. Ein Teilnehmer führt seine Pizza auf ausgebreiteter italienischer Flagge vor. Nach einigen Kostproben stellt Jury-Mitglied Michael Cascone, Großhändler für italienische Lebensmittel, fest, dass es „ein paar gute und nicht so gute Pizzen“ im Wettbewerb gibt. Was die Grundlage einer guten Pizza ausmacht, erklärt „Maestro“ Umberto Napolitano: „Der Teig muss vor Verwendung ein bis zwei Tage gären.“ Ein Ratschlag, der beim Zuschauer Andreas Schafrick (26), der auch kosten darf, gut ankommt. „Den Tipp nehme ich mit.“
Auch in den anderen Disziplinen kann man sich etwas abgucken: Beim „Schnellsten Pizzaiolo“ wird gemessen, wer am flottesten drei 33 Zentimeter große Pizzaböden in der Luft formt. Die „Größte Pizza“ wird diejenige, die in sieben Minuten aus 700 Gramm hergestellt worden ist. Um die Jonglage des Pizzateigs in der Luft geht es in der letzten Kategorie „Pizza-Akrobatik“.
Der Gewinner Geschmack: Salvatore Dato (Mainz-Hechtsheim), Gewinner „Schnellste Pizza“: Domenico Tedesco (Stuttgart), Doppelgewinner „Größte Pizza“ und „Pizza-Akrobatik“: Sebstiano Minniti (Berlin).

