"Autos müssen unter die Erde"
30.04.2010 - WIESBADEN
WESTEND Ortsbeirat fordert dringend Lösung für den Elsässer Platz
(hak). Wenn man vom Elsässer Platz spricht, fällt immer wieder das Stichwort "Jahrhundertlösung". Seit fast zwei Jahrzehnten beschäftigt die Bewohner des Westends die wilde Parkerei auf dem Gelände. Ein tragfähiges Konzept gibt es bislang nicht, geschweige denn eine Jahrhundertlösung. Im Ortsbeirat Westend/Bleichstraße wagte Hans-Peter Schickel (SPD) nun einen neuen Vorstoß: "Der ruhende Verkehr muss unter die Erde", forderte er. Schließlich sei der Elsässer Platz die letzte unbebaute Freifläche des Viertels. Vor einigen Jahren gab es bereits Pläne des Bauausschusses, dort eine einstöckige Tiefgarage zu errichten. Im vergangenen Jahr waren die Planungen eingestampft worden. "Eine Lösung für die Parkplatznot im Westend ist wichtig, das darf nicht aus den Augen verloren werden", so Schickel. Wenn sich kein Investor für eine Tiefgarage finde, müsse die Stadt eben aktiv werden. Darüberhinaus befinde sich der Platz derzeit in einem desolaten Zustand - mit starken Unebenheiten, Schlaglöchern und tiefen Pfützen.
Treff für Jugendliche
Ortsvorsteher Michael Bischoff (SPD) gab die Pläne des angrenzenden Kinderhauses bekannt: Dort sollen Krippenplätze für Unter-Dreijährige eingerichtet werden, für die Jugendlichen des Viertels soll ein Anbau errichtet werden.
Weiteres Schwerpunktthema der Ortsbeirats-Sitzung war die Nord-West-Sportanlage an der Westerwaldstraße. Michael Fritzsche, 2. Vorsitzender und Trainer des VfB Westend, klagte über den katastrophalen Zustand des Hartplatzes. Eine immense Staubentwicklung mache den Spielern das Atmen schwer. "Inzwischen haben wir keine Jugendmannschaften mehr. Auf so einem schlechten Gelände will keiner trainieren." Das Areal müsse dringend einen Kunstrasen erhalten. Unterstützung gab es von Björn Kohl, Sportlehrer der Leibnizschule: "Sportunterricht ist dort einfach nicht mehr zumutbar." Das Problem: Einen Antrag auf Sanierung haben Verein und Schule bei der Stadt bislang nicht gestellt. Michael Bischoff machte dennoch Hoffnung: "Ab dem Haushaltsjahr 2012/13 gibt es für die Sanierung der verbliebenen 15 Hartplätze der Stadt noch keine feststehende Prioritätenliste."

