Für die Mountainbiker eine Piste im Stadtwald
24.04.2010 - WIESBADEN
AUSSCHUSS Vorschlag vom Verein "Gravity Pilots"
(IS). Um Konflikte zwischen Wanderern, Reitern und Moutainbikern im Stadtwald zu vermeiden, wünscht sich der Verein "Gravity Pilots" eine eigene Piste, zwei Kilometer lang, die möglichst eine Steigung von 200 Höhenmetern aufweist. Vereinsvorsitzender Sebastian Kammerer trug diesen Wunsch dem Ausschuss für Freizeit und Sport vor. Am liebsten würde man mit den schnellen Rädern von der Hohen Wurzel herunter sausen, über in die Piste eingebaute Hindernisse, wie Baumstämme und Steine. "Downhill-Rennen" könnten hier gefahren werden, mit denen man auch Zuschauer anlocken kann.
Für den Hessenforst kam Joachim Ribbelbeck vom Staatlichen Forstamt mit erheblichen Bedenken. Einerseits, so erklärte er, wäre es gut, den Mountainbikern eine eigene Strecke zuzubilligen, damit sie nicht länger illegal über Stock und Stein fahren. Auf die andere Seite sieht er keine Chance für die Genehmigung einer solchen Piste. Er warnte: eine Umweltverträglichkeitsprüfung sei teuer.
Ausschussmitglied Wolfgang Gores (CDU) plädierte dafür, das Projekt nicht gleich totzureden. Er und die Kollegen der übrigen Fraktionen seien von der Idee angetan. Man beschloss, sich zusammen mit Kammerer einige bereits bestehende Pisten anzusehen.,
Thema war auch der Schachplatz am Warmen Damm, den die Linke Liste ins Gespräch brachte. Deren Vertreterin Mechthild Coigné kritisierte, dass dort eine Verlegung der Freizeiteinrichtung in Gang sei, die man mit den Nutzern nicht abgesprochen habe. Von denen kamen einige in die Ausschusssitzung. Die Schachspieler trugen vor, das kleine Schachbrett auf der grünen Wiese sei eigentlich ungeeignet. Jetzt wird mit denen, die dort den Denksport unter freiem Himmel ausüben, neu nachgedacht. Ein Mitarbeiter des Grünflächenamts will mit den Schachspielern und Ausschussmitgliedern Anfang nächster Woche an Ort und Stelle über die Möglichkeit nachdenken, den Spielern zwei große Felder einzurichten.
Von den Jamaika-Fraktionen und der Linken Liste kam der Antrag, während der WM "Public-Viewing" möglich zu machen. Ob und wie das in der Brita-Arena gehen kann, soll jetzt untersucht werden. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass der Stadt keine Kosten entstehen sollen. Zahlen sollen Sponsoren, die allerdings noch gefunden werden müssen.

