Neonazi-Aufmarsch und Gegendemos in Wiesbaden am 8. Mai
25.02.2010 - WIESBADEN
Von Birgit Emnet
Über 20 Vertreter von Wiesbadener Organisationen, Parteien und Verbänden, darunter die Katholische Kirche und die Jüdische Gemeinde, aber auch Gewerkschaften, Awo und Bündnis gegen Rechts, trafen sich auf Einladung des DGB in Wiesbaden, um gemeinsame Aktivitäten gegen den im Internet angekündigten – und bereits bei der Stadt angemeldeten – Aufmarsch der Jungen Nationaldemokraten und der NPD zu beraten.
Angeblich werden für die „Versammlung unter freiem Himmel“ mit dem Titel „Gegen Folterknechte und Kriegstreiberei – kein US-Hauptquartier in Wiesbaden“ 300 Teilnehmer erwartet, heißt es in der Anmeldung der Jungen Nationaldemokraten.
Motto: „Wiesbaden ist und muss bunt bleiben“
Die beim DGB versammelten 20 Organisationen verständigten sich darauf, an diesem Tag selbst Demonstrationen und Kundgebungen unter dem Motto „8. Mai, 65. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus“ durchzuführen. Die Teilnehmer betonten, dass Wiesbaden keinen Platz habe „für den braunen Sumpf“, so Harris Ziebarth, DGB-Sekretär in Wiesbaden. „Wiesbaden ist und muss bunt bleiben“.
Neben der bereits vom DGB Wiesbaden angemeldeten Demonstrations- und Kundgebungsstrecke werden weitere Wiesbadener Organisationen an anderen Örtlichkeiten Anmeldungen vornehmen, heißt es weiter. Die Vertreter der Organisationen waren sich einig, „den Nazis keine Handbreit Raum zu geben“. Weitere demokratische Organisationen können sich beteiligen und sich beim Deutschen Gewerkschaftsbund, Büro Wiesbaden melden.

