Von Svaantje Schröder
SKATER Inliner-Tour von Kastel bis Rüdesheim/Mit dem Partyschiff ging es dann zurück
"Das Gefühl, mit einem minimalem Gerät sich voller Schnelligkeit und Leichtigkeit zu bewegen, das kann ein Nicht-Skater gar nicht nachvollziehen", schwärmt Karlheinz Tkocz über seinen große Leidenschaft das Inline-Skaten. Deshalb ist die große Skate-Tour, veranstaltet vom 1. Wiesbadener Schulsportverein, der Wiesbadener Interessengemeinschaft der Inline-Skater und der Skateinitiative WNS, für ihn und gut 500 Skatefans aus der Umgebung das Highlight des Sommers.
Bei schönstem Sommerwetter startet am Samstag die erste Gruppe auf acht Rollen in Kastel, um am Biebricher Rheinufer die Wiesbadener Kollegen abzuholen. "Obwohl man natürlich nicht alle Teilnehmer kennt, entsteht auf der Strecke sofort ein Gefühl von Zusammengehörigkeit. Jeder hilft jedem", weiß Tkocz, der selbst seit über zehn Jahren skatet und auch in den vergangenen Jahren die Tour am Rhein nicht verpasst hat.
Heiratsantrag
Vom Biebricher Schloss aus ging die insgesamt 31 Kilometer lange Strecke am Rhein entlang bis nach Rüdesheim. "Wie eine Perlenschnur sind wir am Rhein entlang geglitten und wurde von Schiffen, Autos und Fahrrädern aus angefeuert und bekamen ermutigendes Winken von Passanten", beschreibt Mitorganisator Alexander Taitl das "Tour-de-France"-Gefühl auf der Strecke.
Klar, die Voraussetzung eine solche Skate-Tour mitzufahren ist sicheres Stehen, Fahren und Bremsen auf den Inlinern, aber "wer kein fauler Stubenhocker ist, bekommt die relativ flache Route problemlos gemeistert", weiß Tkocz. Begleitet wurden die Sportbegeisterten von Sanitätern und Polizisten auf Motorrädern und dem ESWE Besenbus, in dem jeder Teilnehmer in einem Moment der Schwäche verschnaufen konnte, ohne den Anschluss zu verpassen.
Das heimliche Highlight des Tages war jedoch nicht die Skate-Tour selbst, sondern die anschließende Rückfahrt von Rüdesheim über Wiesbaden und Mainz auf dem Partyschiff Rheinstar. "Es wurde auf Deck getanzt, was Zeug hält", berichtet Alexander Taitl begeistert über die Möglichkeit in lockerer Atmosphäre Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und alte Freunde wieder zu treffen. Taitls Kollege Burkhard Wiche nutzte die anmutende Stimmung auf dem Partyschiff für einen ganz besonderen Schritt. Mit Tränen in den Augen und zur großen Überraschung seiner Lebensgefährtin, machte er ihr einen Heiratsantrag auf die Skaterart. "Sehr romantisch", freut sich Taitl für seinen Freund.
Fortsetzung gewünscht
Ob mit oder ohne Verlobung, Taitl und seine Helfer werden förmlich angefleht die Tour im nächsten Jahr erneut zu initiieren. Bei so vielen begeisterten und zufriedenen Inline-Skatern, wird Alexander Taitl wohl kaum Nein sagen können.

