Gesundheitstage Wiesbaden mit Prävention, Hilfsangeboten und Wissenswertem
25.08.2012 - WIESBADEN
Von Angelika Eder
Es kann sehr viel Spaß machen, sich mit Prävention und Hilfsangeboten bei gesundheitlichen Einschränkungen zu beschäftigen. Das bewiesen Staatsminister Stefan Grüttner sowie Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Arno Goßmann bei der Eröffnung der Hessischen Gesundheitstage in Wiesbaden und ihrem Rundgang über den Markt im Rathaus und auf dem Schlossplatz.
Über 110 Organisationen
Dort sorgen derzeit über 110 beteiligte Organisationen für eine große Themenvielfalt und viele Möglichkeiten, den eigenen Status zu überprüfen. Grüttner, der die Schirmherrschaft der fünftägigen Veranstaltung mit Markt und über 65 Vorträgen Seminaren und Workshops übernommen hat, dankte Cornelia Luetkens vom Gesundheitsamt Wiesbaden und Dr. Heinz Kipper, Sprecher der Mitveranstalter, als Initiatoren der Gesundheitstage: Sie hatten diese vor 20 Jahren ins Leben gerufen, um Wiesbadener zu gesunder Lebensführung zu motivieren und Betroffenen bei Krankheit und Behinderung Unterstützung zu bieten.
Der Informationsgang der Politiker startete beim Stand des Gesundheitsamtes, an dem man seinen Impfpass kontrollieren kann, und führte zur Psychosozialen Krebsberatungsstelle Wiesbaden der Hessischen Krebsgesellschaft im Rathaus, wo sich die Herren auch an einem Krankenkassen-Stand auf einem Physiometer testen ließen. Beim Sanitätshaus Wiesanha unterzogen sie sich im Rahmen der „fit-und-gesund-Aktion ‚Laufen Bewegt‘“ der Aufgabe, 200 Meter nach Gefühl zurückzulegen, also ohne Blick auf das Display des Bandes. Arno Goßmann, der nach eigener Aussage drei- bis viermal pro Woche läuft, zeigte ein sensibleres „Zehenspitzengefühl“ als der Minister, der, wie er selbst sagt, „viel zu selten Sport treibt“. Der Bürgermeister stoppte nach 190 Metern, Grüttner erst nach 240.
Am Stand von Abbott Deutschland, einem Sponsoren der Gesundheitstage, ging es um Prävention und Arbeitsfähigkeitserhaltung. Dort sorgte beispielsweise ein „Schuppenflechten-Tattoo“ für das Einfühlungsvermögen in die Lage Betroffener und ein Rheuma-Anzug lässt durch Einschnüren die Auswirkungen der Krankheit nachempfinden.
Wie breit und vernetzt das Angebot der Stadt Wiesbaden für Senioren ist, zeigte sich beim Rundgang in Zelt 25: Unter einem Dach finden sich hier - direkt neben der Alzheimer Gesellschaft Wiesbaden - die Beratungsstellen für selbständiges Leben im Alter, die Betreuungsstelle für Rechtsfragen, der Pflegestützpunkt Wiesbaden und das Forum Demenz sowie das Versorgungsamt und „Musik auf Rädern“. Gegenüber besuchten die Politiker die Teddy-Klinik sowie das begehbare Darmmodell der HSK, in dem sich der menschliche Verdauungstrakt „begreifen“ lässt.


