Mit Regenerierküche und Baumhof
16.02.2011 - WIESBADEN
Von Beate Rasch
DILTHEYSCHULE Förderverein übernimmt Vorfinanzierung für den neuen Mensa-Bau /Stadt bürgt
Die Diltheyschule bekommt ihre lang ersehnte Mensa. Stolz präsentierte Schulleiterin Rita Beek im Atrium des Gymnasiums mit Schuldezernentin Rose-Lore Scholz, Schulelternbeiratsvorsitzender Birgit Rasel, dem Vorsitzenden des Fördervereins „Culinarium Diltheyschule“ Michael Molz und den Architekten Dieter Müller und Andrea Münch den Stand des Projekts. Es erregt Aufsehen, weil der Bau eine Vorfinanzierung durch Elterngelder vorsieht.
Unter dem Druck, im kommenden Schuljahr neue Klassenräume für die Doppeljahrgänge G8/G9 zu schaffen, hatte die Stadt anfänglich den mit 321 000 Euro veranschlagten Bau von Containern geplant, die nach der Nutzung wieder abgerissen worden wären. Doch die Schule und die betroffenen Eltern wollten mehr: eine richtige Mensa, die besser ist als die derzeitige Ausgabeküche. Deshalb machte der Förderverein der Diltheyschule der Stadt ein ungewöhnliches Angebot, das jetzt umgesetzt wird.
Die 321 000 Euro werden nun als Startkapital für den nachhaltigen Bau eines 1,16 Millionen teuren Pavillons genutzt, in dem zuerst die nötigen Klassenräume, später die Mensa Platz findet. Nach dem „Private-Public-Partnership“-Vorbild werden die restlichen 840 000 Euro vom Förderverein durch einen Kredit vorfinanziert, für den die Stadt die Bürgschaft übernimmt. Nach der Freigabe des Haushalts 2012/2013 wird das Darlehen dann von der Stadt abgelöst.
Baubeginn im Mai
Spätestens im Mai soll mit dem Bau des 320 Quadratmeter großen Pavillons im Schulhof begonnen werden, damit die sieben neuen Klassenräume pünktlich nach den Sommerferien bezogen werden können. Der Umbau zur Mensa soll ein Jahr später erfolgen. Es handele sich um einen Holzskelettbau, der sich schnell errichten lasse, so Architekt Müller. Die neue, Tageslicht durchflutete Mensa bekommt unter anderem eine Regenerier- oder Aufbereitungsküche sowie ein eigenes WC, Schultaschencontainer und einen offenen Baumhof.
„Es war und ist uns wichtig, als Eltern einen eigenen Beitrag zu leisten“, betonte Molz. Kreditgeber sei die Nassauische Sparkasse, das finanzielle Risiko durch die Bürgschaft der Stadt schwindend gering. „Wir kommen ein Jahr lang für die Zinsen des Kredits auf“, so Molz, die Belastung liege bei 20 000 Euro, wie er an einem Spendenbarometer verdeutlichte. „Eine kreative Idee und eine hervorragende Leistung der Schulgemeinde, die durchaus Vorbildcharakter hat“, zeigte sich auch die Schuldezernentin begeistert.

