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Wiesbadener Kurier

Taunusstein 

Zugefrorene Leitungen: Polizei musste ausquartiert werden

24.02.2010 - TAUNUSSTEIN

Von Mathias Gubo

WINTER Wasserschäden in Gebäuden der Stadt Taunusstein

Der kalte Winter hat Spuren hinterlassen an und besonders in Liegenschaften der Stadt Taunusstein. Bei der extremen Kälte platzten Heizungsrohre und Wasserleitungen, berichtet Bürgermeister Michael Hofnagel. Die meisten Schäden waren glücklicherweise durch die Versicherung abgedeckt.

Gasthaus betroffen

So platzte in der Dachgeschosswohnung im Haus Scheidertalstraße 1 in Hahn die Wasserleitung. Das Wasser hat zwar die Wohnung verschont, breitete sich aber in den unteren Etagen bis in die Gaststätte "Zum Taunus" aus. So mussten feuchte Decken im Gastraum entfernt und Wände und Deckenbalken getrocknet werden. Auch in der Wohnung darüber wurden Wände in Mitleidenschaft gezogen. Die Trocknungs- und Sanierungskosten belaufen sich nach Angaben der Stadtverwaltung auf rund 12 000 Euro. Doch Folgekosten wie Schäden am Inventar oder Betriebsausfall seien von der Gebäudeversicherung nicht abgedeckt.

Zugefrorene Abflussleitungen in der Tiefgarage des Rathauses in Hahn sorgten außerdem für Probleme. Die Abflussleitung, an der der Polizeiposten, die Leitstelle Älterwerden und der Bodeneinlauf vor dem Bistro Punto angeschlossen sind, verläuft unterhalb der Decke der Tiefgarage. Alle Ab- und Zuleitungen, die in der Tiefgarage verlegt sind, sind nicht gedämmt und haben keine Begleitheizung. Deshalb froren die Leitungen zu, weshalb die Polizei zeitweise sogar ausquartiert werden musste.

Zur Vermeidung weiterer Schäden, und damit die Räume weiter genutzt werden konnten, wurden die Leitungen jetzt mit einer Dämmung und Begleitheizung versehen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 2 000 Euro. Langfristig müssten alle frei verlegten Leitungen in der Tiefgarage gedämmt und mit einer Begleitheizung versehen werden, so Hofnagel. Dafür müssten noch einmal rund 6 000 Euro einkalkuliert werden.

Rund 11 000 Euro teuer kommt ein Wasserschaden im Dorfgemeinschaftshaus in Niederlibbach. Dort hatte der Frost eine Leitung platzen lassen. Die Deckenverkleidung, der Estrich und die Türen müssen ausgetauscht oder getrocknet werden. Auch hier übernimmt die Gebäudeversicherung den Schaden.

Versicherung übernimmt

Den größten Schaden gab es in diesem Winter in den Vereinsräumen des Schützenvereins "Aarfalken" auf dem Wehener Halberg. Auch dort platzte eine Wasserleitung. "Das Schadensbild ist immens", so Hofnagel. Die Bodenbeläge in den Fluren, der Schießstandhalle und der Toiletten, die Holzeinbauten und einiges an Inventar seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Insgesamt sei Schaden in Höhe von rund 35 000 Euro entstanden. Der Schaden am Inventar werde von der Versicherung des Vereins übernommen, auch für die anderen Schäden gebe es Versicherungen.


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