KINDERMUSICAL Theater-AG der Wehener Silberbachschule begeistert mit Stück über Drachen Qualmi
(svf). Endlich war es so weit: Die monatelangen Proben, das Auswendiglernen von seitenlangen Texten, das Basteln am liebevoll gestalteten Bühnenbild und die ganze Aufregung haben sich gelohnt: Die Theater-AG der Wehener Silberbachschule hatte ihren großen Auftritt.
"Die lustigen Abenteuer des kleinen Drachen Qualmi" wurden das erste Mal vor einem großen Publikum aufgeführt. Über 50 fantasievoll geschminkte Kinder in bunten Kostümen enterten die Bühne der Sporthalle der Grundschule und zogen gemeinsam mit den über 50 Chorkindern des Schulchors, die die Theater-AG musikalisch unterstützten, fast eineinhalb Stunden die zahlreich gekommenen Zuschauer in ihren Bann.
Qualmi Kieselstein, gespielt von Franziska Müller, ist der Held der ganzen Geschichte. Er wächst auf im wunderschönen Speibergen und genießt das Leben so lange, bis er, pünktlich zu seinem 70. Geburtstag, in die Drachen-Schule gehen muss. Hier findet er zum einen gute Freunde, wie Gasor Brennschneider, wird aber auch von den bösen Drachen Lavarus, Zündel und Funkus ganz fürchterlich geärgert. Als Qualmi dann noch den schrecklichen Lehrer Herr Krötenwarz, gespielt von Tobias Hampel, kennen lernt, hat er endgültig genug von der Schule. Bei einem Ausflug zu den Lavaquellen versuchen er und sein Freund Gasor zu verschwinden. Doch die bösen Drachen Lavarus, Zündel und Funkus versuchen dies zu verhindern.
Erzählerin mit Bart
Es kommt zum Kampf, bei dem Qualmi, Gasor und Lavarus in eine Felsspalte stürzen. Als Qualmi nach dem Sturz wieder aufwacht, muss er feststellen, dass der böse Lavarus seinen Freund Gasor entführt hat. Qualmi begibt sich auf die Suche nach seinem Freund und rutscht von einem Abenteuer ins nächste. Und damit man als Zuschauer nicht den Überblick verlor, ob sich der kleine Drache gerade bei den Azoren, den Hippogeniern oder den Klein-Augen befand, war die Rolle von Charlotte Hof, eine der wichtigsten an diesem Nachmittag. Die neunjährige Schülerin führte die Zuschauer als alter Erzähler mit grauem Bart durch die spannenden Geschichten. Und das machte sie so gut, dass selbst ihr großer Bruder sie in ihrem Kostüm erst gar nicht erkannte: "Ich bin richtig stolz auf sie!" Und auch Charlottes Eltern Matthias und Carmen Hof, die an diesem Nachmittag nicht nur Charlotte, sondern auch ihren Zwillingsbruder Christian, einer der Azonaren, bewundern konnten, waren stolz auf ihre beiden Kinder.
Nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne steckten an diesem Nachmittag große Künstler und Helfer. So auch Silas Bouwe und Marvin Redl, die extra nicht in die Theater-AG eingetreten waren, damit sie hinter der Bühne arbeiten konnten. Die beiden neun Jahre alten Lichtspezialisten sorgten immer für die richtige Beleuchtung und Stimmung auf der Bühne und fieberten bereits nach der ersten Aufführung dem nächsten Jahr entgegen: "Dann machen wir wieder zusammen das Licht!"
Im Rahmen der Schultheatertage in Wiesbaden wird das Stück am 18. März um 16 Uhr im Kleinen Haus des Staatstheaters aufgeführt.

