Wenn im Rathaus das Licht ausgeht
04.09.2010 - SCHLANGENBAD
Von Susanne Stoppelbein
UMWELT Schlangenbader Energiesparaktion „Minus zehn Prozent“ soll Mitarbeiter und Bürger sensibilisieren
Vereine sparen vorbildlich
Dort, wo die Vereine Gemeindeeigentum nutzen, rechnet Wenzler übrigens auch nicht mit zehn Prozent Einsparung. Und zwar, weil dort offenbar schon vor Start der Aktion stark gespart worden sei. Vielleicht, weil in Schlangenbad schon vor Ausbruch der Krise laut über die Schließung von Bürgerhäusern und stärkere Beteiligung von Vereinen nachgedacht worden sei, meint Wenzler. Die Zehn-Prozent-Aktion, umgesetzt mit bescheidenen, in Folie eingeschweisten Schildern, entspricht den begrenzten Möglichkeiten der Gemeinde. Wenn man die Mittel hätte, die alten Gebäude richtig zu dämmen, das wissen Wenzler und Schlepper, ließe sich noch enorm viel mehr Energie und damit letztlich auch Geld sparen. Das zeigt etwa das Beispiel Äskulaptherme, wo laut Schlepper nach dem Einbau der Isolier-Fenster im Vergleich zum Vorjahr acht Prozent weniger Energie verbraucht wurde und 36 Prozent weniger Kosten anfielen. Wenzlers großes energetisches Sorgenkind, die Historische Caféhalle mit ihren nach Norden zeigenden einfachverglasten riesigen Fensterfronten, könnte im Rahmen des Stadtumbauprogramms von innen eine zweite Glasschicht erhalten.
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