Verkehrskonferenz des Rheingau-Taunus-Kreises beleuchtet das Busnetz der Region /Mit Konzept zufrieden
mg. RHEINGAU-TAUNUS "Vieles ist besser geworden, manches ist noch zu tun. Wir packen es an" - so lautet das Fazit, das auf der Verkehrskonferenz des Rheingau-Taunus-Kreises zum Busnetz gezogen wurde. Auf Initiative von Landrat Burkhard Albers waren Kommunalpolitiker, Vertreter von Verkehrsunternehmen sowie der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) und des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) zusammengekommen. Bekanntlich ist nach den Sommerferien ein neues Verkehrskonzept umgesetzt worden, das in der Umsetzungsphase Kritik von Fahrgästen auf sich gezogen hatte. Diese ärgerten sich vor allem über Platzmangel in den Fahrzeugen, Verspätungen, ausgefallene Fahrten und verpasste Anschlüsse. Diese Kritik sei leider zu einem großen Teil berechtigt, so Landrat Albers, und daher habe die RTV einerseits an verschiedenen Stellen das Konzept bereits reguliert, andererseits insbesondere gegenüber dem beauftragten Verkehrsunternehmen nachdrücklich auf Verbesserungen gedrängt. Inzwischen seien die Beschwerden deutlich zurückgegangen, aber immer noch auf einem höheren Niveau als vor der Umstellung. Um die Gesamtkonzeption auf den Prüfstand zu stellen, hat sich der Rheingau-Taunus-Kreis als Mitgesellschafter des RMV dessen Unterstützung als "maßgeblichem Mobilitätsdienstleister der Region", so Albers, versichert. Der nun in Schlangenbad auf der Verkehrskonferenz vorgetragene Zwischenstand eines von RTV und RMV finanzierten Gutachtens kam zu folgenden Ergebnissen: Die Grundlagen und Ziele der Konzeption seien richtig. Die Einführung eines integrierten Taktfahrplanes beinhalte feste, im Takt wiederkehrende Abfahrtsminuten, vernetzte Linien und neue Knotenpunkte. In der Praxis könne ein solches Konzept aber anfällig sein. Die Fahrtzeiten seien generell nicht zu knapp bemessen. In Einzelfällen sei aber noch zu untersuchen, ob die Fahrtzeiten tatsächlich den Straßenverhältnissen und dem Verkehrsaufkommen gerecht werden. Problematisch könnten die Umsteigezeiten an den Knotenpunkten sein und müssten deshalb an einigen Stellen, wie etwa in Neuhof-Mitte, verlängert werden. Aufgrund der Nachbesserungen gilt die Situation im Schülerverkehr inzwischen als entspannt. Ebenso erfolgreich sei die Entlastung der stark beanspruchten Linie 240 (Niedernhausen - Oberseelbach - Neuhof - Wiesbaden) mit der neuen Linie 270 als versuchsweise eingeführter Direktverbindung von Wehen nach Wiesbaden. Von Wiesbaden wird es ab April auf der Linie 274 nachmittags und abends mehr Verbindungen über Bleidenstadt hinaus bis nach Bad Schwalbach geben. Ein neuer Busbahnhof im Bereich "Auf der Lind" in Waldems-Esch soll nach den Sommerferien für bessere Übergangszeiten und komfortablere Umstiege im Idsteiner Land sorgen. Weitere konkrete Aussagen, so die beauftragten Gutacher der Rhein-Main-Servicegesellschaft, einer Tochter des RMV, könne es nach den beabsichtigen Zählungen von Fahrgästen geben. Auf dieser Basis könnten dann Schritt für Schritt weitere Verbesserungen eingeführt werden. Das neue Verkehrskonzept bedeute eine umfassende Neustrukturierung des öffentlichen Nahverkehrs im Kreis. Das so entstandene Gesamtangebot sei deutlich wirtschaftlicher als das Verkehrsangebot vor der Umstellung. Insgesamt biete das neue Angebot eine stark verbesserte, umweltfreundliche Alternative zum Individualverkehr, die auch als wichtiger Standortfaktor für die Region zu sehen ist.

