RESÜMEE Grüner Landtagsabgeordneter Kai Klose über seinen spannenden Einstieg
UNTERTAUNUS (mg). "Für mich waren diese ersten sechs Monate seit der Landtagswahl außerordentlich spannend", resümiert der Landtagsabgeordnete Kai Klose (Bündnis 90/Die Grünen) seine Startphase im neuen Hessischen Landtag. Trotz seiner Erfahrungen in der Landespolitik habe er in der "Arena Landtagsplenum" mit ihren Verfahrensregeln und formalisierten Abläufen erst einmal ankommen müssen, meint der 35-jährige Idsteiner, der als Generalsekretär der hessischen Grünen derzeit vor allem mit der Organisation des Bundestagswahlkampfes beschäftigt ist. Klose ist Sprecher seiner Fraktion für die Themen Regionalentwicklung, Landesplanung, Wohnen und Tourismus und arbeitet in den Ausschüssen für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung sowie Wissenschaft und Kunst.
Kontakte in Region
"Als Kind des Idsteiner Landes war mir in diesen ersten Monaten besonders wichtig, die Bezugspunkte meiner Landtagsarbeit zu meiner Heimatregion zu festigen", so Klose. Daher habe er mit vielen Bürgermeistern, aber auch Vertretern der heimischen Wirtschaft und der Verbände und Vereine Gespräche geführt. "Die im Idsteiner Land begonnene regionale Vernetzung ist beispielhaft für die mittelfristig nötigen Entwicklungen", meint Klose, "denn die in Hessen bestehenden Verwaltungsstrukturen wurden den Bedürfnissen der Bürger seit Jahren nicht angepasst."
Zu Kloses Aufgabengebieten gehören beispielsweise die Regionalplanung und damit die Ausweisung von Vorrangflächen für die Windkraftnutzung. "Ohne die Windkraft als effizienteste der erneuerbaren Energien sind weder die nationalen noch die hessischen Klimaschutzziele erreichbar. Windkraftanlagen stoßen keine Schadstoffe aus und sie hinterlassen keinen Jahrtausende strahlenden Atommüll. Mit `Windkraftmonstern´ Panik zu machen, gleichzeitig aber längere Laufzeiten für einen Schrottreaktor wie Biblis zu fordern, nur weil man den vom eigenen Balkon aus nicht sieht, ist unverantwortlich."
Ökonomie und Ökologie
Die Landesregierung hält der Grüne in Fragen der gesellschaftlichen Erneuerung für wenig glaubwürdig: "Alles, was innovativ oder modern ist, ruft bei Roland Koch einen Abwehrreflex hervor: Ökonomie und Ökologie nicht mehr als Gegensatz, sondern als ineinander greifende Zahnräder zu verstehen, das ist die Herausforderung gerade der gegenwärtigen Krise. Die Bürgerinnen und Bürger sind da deutlich weiter als diese Landesregierung", ist sich Klose sicher. "Unsere Aufgabe ist es immer wieder, aufzuzeigen, welche Konzepte der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Erneuerung wir dieser rückwärts gewandten Landesregierung entgegensetzen", formuliert er die gegenwärtigen Ziele.

