Samstag, 11. Februar 2012 09:44 Uhr
URL: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rheingau/5192217.htm

Wiesbadener Kurier

 

Sabine Stemmler

05.10.2007

zum Abschluss des Lesefests

Gestern ist das Eltviller Lesefest mit einer Leseaktion zuende gegangen, die erstmals in Oestrich-Winkel stattfand. Das offizielle Finale fand am Tag der deutschen Einheit in der Eltviller Burg statt. Lesefest-Leiterin Sabine Stemmler verzeichnete während der Woche, in der 13 Veranstaltungen, von Lesungen über Workshops bis zu Hörevents stattfanden, insgesamt 1 700 große und kleine Besucher. Das Eltviller Lesefest gibt es mittlerweile bereits fünf Jahre. Kurier-Redakteurin Inge Heinz sprach mit dessen Leiterin Sabine Stemmler über Resonanz und Perspektive dieser Aktion der regionalen Leseförderung.Frage: Frau Stemmler, in diesem Jahr fand das Eltviller Lesefest zum fünften Mal statt, welche Bilanz ziehen Sie für diese Etappe? Sabine Stemmler: Ich freue mich sehr darüber, dass das Lesefest Eltville sich einen festen Platz in den Köpfen und Herzen der Kinder, Jugendlichen, Lehrer, Eltern, Politiker und Leseratten ergattert hat und sich als Veranstaltung nicht nur in der Region, sondern auch darüber hinaus fest etabliert hat. Frage: Wie ist das diesjährige Lesefest gelaufen? Sabine Stemmler: Bisher ist alles prima gelaufen - allerdings gab es teilweise große Unterschiede bei den Besucherzahlen, von völlig überfüllt bis "könnte wirklich besser sein", war alles dabei. Die Resonanz war durchweg sehr positiv, die Autoren und Referenten aus ganz Deutschland begeisternd und begeistert vom Engagement für Leseförderung in unserer Region. Frage: Wie soll es mit dem Eltviller Lesefest weitergehen? Sabine Stemmler: Zunächst einmal: es soll weitergehen und wenn möglich auf andere Kommunen ausgedehnt werden! Leseförderung ist ein wichtiges Thema, das uns alle mehr angeht als wir manchmal wahrhaben wollen. Es ist eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe. Deshalb wünsche ich mir eine noch engere Zusammenarbeit mit den Schulen und Kindergärten, Eltern und Bibliotheken, ganz im Sinne des hessischen Bildungs - und Erziehungsplans, und ein festes Budget für Leseförderung auch im Rheingau. Für das nächste Jahr gibt es einige neue Ansätze und Ideen, das Netzwerk Leseförderung Rheingau entwickelt sich. Es wird im nächsten Jahr mehr Autorenbegegnungen geben. Denkbar ist auch, dass ein Autor nicht nur zu einer Lesung, sondern für eine Woche kommt und eine Patenschaft für ein Literaturprojekt übernimmt.


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