Imker beklagt tote Bienen
13.07.2010 - KIEDRICH
ÄRGERNIS Fachmann soll Ursache finden / Pflanzenschutzmittel vermutet
(hi). Am vergangenen Samstag hat der Ramschieder Imker Dieter Vester vor seinem Bienenstand in Kiedrich sterbende und tote Bienen entdeckt. In den Bienenstöcken fehlten etwa 70 Prozent der Bienen, schätzt er.
Das Verhalten der sterbenden Bienen deute auf einen Giftschaden hin, sagte er auf Anfrage. Bestimmte Pflanzenschutzmittel machten die Bienen orientierungslos, so dass sie nicht zum Stock zurückkehrten, sondern in der Landschaft verendeten. Vester vermutet, dass die Bienen durch Pflanzenschutzmittel getötet wurden, die Landwirte oder Gärtner verwendeten.
Die Hubschrauberspritzungen in den Weinbergen wurden aber längst abgeschlossen. Auf Nachfrage habe das Weinbauamt mitgeteilt, dass nur noch ein bienengiftiges Mittel existiere, das aber nicht mehr eingesetzt werde, berichtet Vester.
Der Imker hat sich an einen Fachmann für Pflanzenschutzmittel gewandt, der nun Proben nehmen will. Vesper ist sehr wütend über den Giftschaden. Bienen seien für den Naturhaushalt und die Bestäubung der Kulturpflanzen unersetzlich. Viel Mühe und Arbeit werde durch den fahrlässigen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln vernichtet. Es gebe sowieso schon immer weniger Imker und Bienen.
Vester hat Anzeige bei der Polizei in Eltville gestellt. Wer Hinweise geben kann, bittet der Imker sich unter 06124/2675 zu melden.

