Besserer Grundwasserschutz
13.12.2011 - GEISENHEIM
BERATUNGSPROJEKT Winzer und Behördenvertreter treffen sich in Geisenheim
(bm). In der Forschungsanstalt Geisenheim hat eine erste Info-Veranstaltung zum Grundwasser- und Düngungsberatungsprojekt stattgefunden, teilt das Regierungspräsidium Darmstadt mit. An dem Treffen nahmen 65 Verbands- und Behördenvertreter und Winzer teil. Dabei geht es um die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie im Hessischen Weinbau. Seit dem Frühsommer 2011 werden die Winzer beraten. So hofft das Land Hessen, die EU-Wasserrahmenrichtlinie in den Weinbauregionen auf freiwilliger Basis umzusetzen. Für Weinbauverbände, Winzer, Wasserbehörden und Wasserversorger gibt es ein Beratungskonzept, das eine geringere Stickstoffbelastung des Bodens und in Folge eine geringere Nitratbelastung des Grundwassers zum Ziel hat. Beauftragt durch das Regierungspräsidium Darmstadt und finanziert durch das Hessische Umweltministerium berät die Forschungsanstalt Geisenheim die Winzer im Rheingau und an der Bergstraße.
Grundlage für die Düngeberatung ist die Beprobung des Bodens: Mit einem neu angeschafften Probenahmegerät kann schnell und günstig Boden aus bis zu etwa einem Meter Tiefe an die Oberfläche befördert werden. Für die Winzer sind die Proben kostenlos.
Nach Angaben des hessischen Umweltministeriums wurde bei 68 von insgesamt 2 180 Messstellen der Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter überschritten. Zehn dieser Wassergewinnungsanlagen liegen im Weinbaugebiet Rheingau.

