AUSTRITT Ziel: Neue Bürgerbewegung "Pro-Eltville"
(hi.) Nach dem schlechten Abschneiden der Republikaner bei der jüngsten Bundestagswahl haben Klaus Opitz und die zwölf Mitglieder des Eltviller REP-Stadtverbands ihre Mitgliedschaft bei der Partei mit sofortiger Wirkung aufgekündigt. Die Republikaner hätten diesmal nur 0,4 Prozent der Stimmen errungen, auch bei der vorangegangenen Bundestagswahl sei das Ergebnis nicht besser gewesen, sagte Opitz. "Für uns gibt es keinen Platz mehr in der politischen Landschaft", drückt der Eltviller die politische Perspektivlosigkeit seiner Partei aus. Er trete aus Resignation aus, es gebe keine politischen Differenzen, betonte er.
Chronischer Geldmangel
Zudem ziehe der chronische Geldmangel enge Grenzen, so Opitz. Einen Ausgleich für ihre Wahlkampfkosten erhält die Partei angesichts des mageren Ergebnisses nicht mehr. Auch die Mitgliederentwicklung ist für Opitz deprimierend. Bundesweit seien es einmal 20000 gewesen, mittlerweile liege man bei 6000 Mitgliedern.
Für einen Neuanfang bei den REP habe er nicht mehr die Kraft und auch nicht die Nerven, sagt der bald 67-Jährige. Er will zwar noch seine Mandate im Eltviller Stadtparlament und im Rheingau-Taunus-Kreistag als Parteiloser wahrnehmen, bei der Kommunalwahl in 2011 aber nur noch in Eltville antreten.
Kein Rückzug aus Politik
Denn ganz die Finger aus der Politik lassen, will Opitz nicht. "Ich kann nicht ganz aufhören, Politik ist wie eine Droge", gibt er zu. Allerdings will er seine Kraft in eine neue Bürgerbewegung stecken, die "Pro-Eltville" heißen soll und demnächst gegründet wird.Damit könne er sich noch effektiver den Sorgen der Bürger annehmen. In all den Jahren habe er oft feststellen müssen, wie weit die Kluft ist zwischen dem, was Politik und Parteien machen und dem, was die Menschen brauchten, sagt Opitz. Er hoffe, dass viele Bürger sich der neuen Vereinigung anschlössen..

