Samstag, 11. Februar 2012 10:07 Uhr
URL: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rhein-main/5187547.htm

Wiesbadener Kurier

Rhein-Main 

Schwierige Suche nach einem Dach über dem Kopf

01.10.2007 - MAINZ

Studenten in Mainz und Kaiserslautern haben es auf dem Wohnungsmarkt schwer / Wohnheimplätze so gut wie ausgebucht

(dpa) Tausende Studenten suchen zum Wintersemester in Rheinland-Pfalz wieder ein Dach über dem Kopf - und haben es dabei nicht einfach. So müssen sich Erstsemester insbesondere in der Landeshauptstadt Mainz auf einen angespannten Wohnungsmarkt einstellen. Auch in Kaiserslautern gestaltet sich die Suche nach einer Studentenbude nicht einfach. Meist weniger Schwierigkeiten haben studentische Wohnungssuchende in Koblenz und Trier. Wie das Studentenwerk der Universität Mainz berichtet, sind die rund 3800 Wohnheimplätze in den Stadtteilen Weisenau und Hechtsheim sowie auf dem Campus bereits bis auf wenige Leerstände belegt. Notunterkünfte müssten jedoch nicht bereitgestellt werden. In der Wohnungskartei des Allgemeinen Studierenden Ausschusses (AStA) werden laut Studentenwerk wöchentlich zwischen 15 und 30 Unterkünfte von privat angeboten. Da in Rheinland-Pfalz, wo das Erststudium gebührenfrei ist, bis 2013 mit steigenden Studentenzahlen gerechnet werde, wappne man sich für den Härtefall, sagte ein Mitarbeiter des Studentenwerks. So werde bis zum Wintersemester 2009/2010 ein neues Wohnheim für 350 Studenten auf dem Unigelände gebaut. Die Universität Mainz zählt mit rund 35000 Studenten zu den größten deutschen Hochschulen. Hinzu kommen etwa 4400 Studenten an der FH Mainz. Auch in Kaiserslautern ist "die Situation gegenüber den Vorjahren auf dem Wohnungsmarkt für Studenten angespannter, die Nachfrage nach Wohnungen ist höher", wie Ingrid Wagner vom Studierendenwerk mitteilte. Die Wohnheime seien längst ausgebucht und das, obwohl im Vergleich zur Situation vor einem Jahr ein Wohnheim mehr mit 200 Plätzen zur Verfügung stehe. In Trier gestaltet sich die studentische Wohnungssuche entspannter. Man habe Bürger für die Situation sensibilisiert und sie gebeten, "freien Wohnraum anzubieten und die Studierenden freundlich aufzunehmen", teilte das Studierendenwerk mit. Dies habe zu mehr Angeboten geführt. Die rund 1600 Plätze in den Wohnheimen des Studierendenwerks seien bereits belegt. Nach Einschätzung des Sprechers der Universität Koblenz-Landau, Thomas Metten, gibt es auch für Studenten in Koblenz keine Wohnungsnot. "Die Mieten sind immer noch günstig, und man bekommt sehr gut eine Wohnung für eine oder mehrere Personen." Insbesondere der Stadtteil Lützel sei bei Studenten beliebt. "Die Nähe zur Innenstadt ist optimal, zugleich ist der Weg zur Universität nicht weit", sagte Metten. Nach Angaben des Studierendenwerks Koblenz gibt es in der Stadt fünf Wohnheime mit rund 690 Plätzen. "Die sind jetzt ausgebucht, was normal ist", sagte die zuständige Mitarbeiterin Ulrike Kos.


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