GRÜNE Warnung vor "G8 für Kindergärten"
(Chr). Bildungsgärten statt Schulvorbereitungsjahr - Hessens Grüne haben eigene Ideen zur frühkindlichen Förderung in den Kindergärten vorgelegt und das von der schwarz-gelben Koalition geplante Schulvorbereitungsjahr abgelehnt. Die von CDU und FDP favorisierte Lösung, die Kinder im letzten Kindergartenjahr auf die Schule vorzubereiten, ist nach Auffassung von Marcus Bocklet, dem familienpolitischen Sprecher der Grünen, kontraproduktiv, weil dadurch die Förderungsmöglichkeiten auf ein Jahr verkürzt würden.
In Anspielung auf die Gymnasialzeitverkürzung G8 sagte der Grüne: "Ein G8 in den Kindergärten lehnen wir entschieden ab." Statt mit dem Schulvorbereitungsjahr neue Strukturen an den rund 3900 hessischen Einrichtungen einzuführen, sollte die frühkindliche Förderung in so genannten "Bildungsgärten" schon vom ersten Jahr an geleistet werden.
Bereits im ersten Jahr sollten die Stärken und Schwächen der Kinder erfasst und in einer verbindlichen Bildungsdokumentation festgehalten werden. Damit könnten alle drei Jahre bis zum Schulbeginn für die individuelle Förderung genutzt werden. Für den Übergang vom "Bildungsgarten" zur Grundschule müsse er verbindliche Vereinbarungen und eine professionelle Koordination geben. So hätte jedes Kind eine Chance von Anfang an. Der SPD-Landtagsabgeordnete Gerhard Merz bezeichnete die Forderung der Grünen als überwiegend richtig.

