GEWERKSCHAFT DGB-Chef von Hessen und Thüringen im Amt bestätigt
BAD HERSFELD (dpa). Massive staatliche Hilfen für die Industrie und neue Arbeitsmarktgesetze hat der wiedergewählte DGB-Chef von Hessen und Thüringen, Stefan Körzell, verlangt. Der 47-jährige Gewerkschafter wurde am Samstag auf der Bezirkskonferenz in Bad Hersfeld mit großer Mehrheit im Amt bestätigt.
Körzell amtiert seit 2002 als DGB-Bezirkschef. Bei der Wiederwahl erhielt der Nordhesse 85 von 91 Stimmen. Dagegen wurde Renate Licht als Stellvertreterin erst im zweiten Wahlgang mit einfacher Mehrheit gewählt. Dem Bezirk Hessen-Thüringen gehören rund 620000 Mitgliedern an. Zur Konferenz trafen sich knapp 100 Delegierte der acht Einzelgewerkschaften im DGB.
Körzell forderte von beiden Bundesländern ein Tariftreue- und Vergabegesetz, das soziale Standards für die Arbeitnehmer festschreibe. Der hessischen Arbeitsminister Jürgen Banzer (CDU) sagte auf der Konferenz, es dürften bei der Neuorganisation der Grundsicherung keine neuen bürokratischen Hürden für Arbeitssuchende aufgebaut werden. Hessen sei außerdem daran interessiert, dass die Betreuung von Langzeitarbeitslosen weiterhin aus einer Hand erfolge.

