(dpa). Eine nigerianerische Voodoo-Anhängerin muss sich wegen Menschenhandels und Zuhälterei seit gestern vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Der 37-Jährigen wird vorgeworfen mindestens drei Frauen aus ihrer Heimat mit Voodoo-Zaubersprüchen eingeschüchtert und in Bordellen untergebracht zu haben. Im Sommer vergangenen Jahres ging eine der Frauen zur Polizei. Daraufhin war die Angeklagte festgenommen worden. Am ersten Prozesstag schilderte sich die Angeklagte selbst als Opfer. Sie sei an einen Nigerianer geraten, der sie zu einem Voodoo-Priester geführt habe. Dort sei ihr vorausgesagt worden, dem Tod geweiht zu sein, wenn sie sich nicht an die Anweisungen des Mannes halte. Sie sei damals erst 20 Jahre alt gewesen und habe den Voodoo-Zauber geglaubt.

