Rückendeckung für Hebammen
23.12.2010 - MAIN-TAUNUS
GEBURTSHILFE Brief an Abgeordnete
(red). Den Hebammen muss der Rücken gestärkt werden“: Dieses Fazit zieht der Kreisbeigeordnete Michael Cyriax nach einem Gespräch mit Ulrike Morlang, der Kreisvorsitzenden des Landesverbands der Hessischen Hebammen, und mehreren ihrer Kolleginnen. Deshalb hat Cyriax den hessischen Sozialminister und die Bundestagsabgeordneten aus dem Main-Taunus-Kreis in einem Brief darum gebeten, sich der Belange der Hebammen anzunehmen.
„Immer mehr Hausgeburts- oder Beleghebammen müssen aufgeben“, so Cyriax. Der Grund seien steigenden Beiträge der Berufs-Haftpflichtversicherung. Im Sommer dieses Jahres hätten bundesweit schon zehn Prozent der freiberuflichen Hebammen, die Geburtshilfe anböten, ihre Arbeit beendet. „Zu befürchten ist, dass diese Zahl erheblich steigen wird.“
Vor allem gehe es darum, die Hebammen bei den Verhandlungen mit den Krankenkassen zu unterstützen, damit die Versicherungen bezahlbar blieben. Auch eine Verankerung der Hebammenhilfe im Sozialgesetzbuch sei eine Möglichkeit, um dem Berufsstand die Existenzgrundlage zu bewahren und die unentbehrliche Hilfe für junge Eltern und Kinder zu sichern.

