Von Martina Weyand-Ong
KINDERKUNSTTAGE Nach der Schule mit Farben und Pinsel aktiv / Aktion in Diedenbergen
Ann-Kathrin malt ein Meerschweinchen, Larissa gibt ihrem tollen Selbstporträt mit Haarspange den letzten Schliff, während der siebenjährige Marc seine schwarz-weiße Katze mit einem roten Wollknäuel auf Plakatkarton bannt. "Celin, was kann ich denn jetzt als Hintergrund machen", fragt er seine Nachbarin um Rat und entscheidet sich dann für seine Lieblingsfarben rot und gelb. Daneben malt Paula (acht Jahre) noch den Namen der Philipp-Keim-Schule auf die riesige Leinwand mit dem Titel "Fantastisches Diedenbergen", die alle mitgestaltet haben und die wichtigsten Wahrzeichen des alten Schneiderdorfes wie die Kirche und das Alte Rathaus enthält.
Viel Platz
"Heidi, wie schreibt man Philipp Keim", holt sich die Nachwuchskünstlerin Rat bei der Kursleiterin der zweiten Woche der ersten Kinderkunsttage der "Pumuckls". Die Hofheimer Künstlerin Heidi Werkmann begleitet die 39 Kinder aus der Betreuungsgruppe schon seit Beginn der Woche, gibt fachmännische Anregungen und Hilfestellungen und motiviert. Zwischendrin wäscht sie wie Leiterin Rita Tillinger immer wieder Pinsel aus und beseitigt Farbkleckse auf dem Boden. Außerdem achten beide darauf, dass jedes Kind der "Pumuckls" - wie die Betreuung liebevoll genannt wird - einen Malerkittel anzieht, weil die Acrylfarbe nicht gut rausgeht aus der Wäsche. "Man muss nur die richtigen Leute für solch ein Projekt holen und viel Platz haben", freut sich die Betreuungsleiterin über den großen Anklang der Kinderkunsttage, bei denen wirklich alle "Pumuckls" begeistert mitmachen. Dabei war sie sich anfangs doch noch unsicher, ob nach der Schule Kunst wirklich ankommt.
Farbenfroh
Aber schon die erste Projekt-Woche hat gezeigt, dass in jedem Kind ein kleiner Künstler steckt. Dass was die Umweltpädagogin der Weilbächer Kiesgruben unter dem Motto "Natur-Traumkästchen" bei den Kindern angeschoben hat, kann sich sehen lassen. Neben den vielen farbenfrohen Acryl-Gemälden im Musikraum der Schule, der der Betreuung für die vierwöchigen Kinderkunsttage zur Verfügung gestellt wurde, stehen wahre Schatzkästchen mit solchen schönen Namen wie "Krimskramskiste" mit Kaffeemaßlöffel und vielem anderen mehr oder "Der schräckliche Meeresstrand", der neben einem kleinen Rechtschreibfehler viel Faszinierendes wie einen Mäuseschädel, Muscheln, Schrauben und Müll enthält.
Abschluss-Schau
Nächste Woche stehen kleine Kunstwerke aus Ton auf dem Programm, danach krönt das Überraschungsprojekt rund um das Element Feuer die Kinderkunsttage. In der Abschlusspräsentation am Freitag, 26. März, werden die Kunstwerke der Kinder dann von 12 bis 15 Uhr in den Räumen der Betreuung gezeigt.

