Von Martina Weyand-Ong
2500 Besucher aus dem In- und Ausland beim Bahà`i-Sommerfest/Andacht in vielen Sprachen/Rätsel um verschwundene Plakatständer
Einmal mehr hat das neunköpfige Organisationsteam des Bahà`i-Sommerfestes bewiesen, dass es zu logistischen Meisterleistungen fähig ist. Die alljährliche multikulturelle Veranstaltung zog wieder 2500 Besucher aus der Umgebung und ganz Deutschland sowie dem Ausland an. Noch am Spätnachmittag waren die auf den umliegenden Feldern ausgewiesenen Parkplätze voll. Aufgrund der zahlreich angereisten Vertretern aus Bahà`i-Gemeinden auch aus England und den Beneluxstaaten wurde die vom großen deutschen Bahà`i-Chor musikalisch mitgestaltete Andacht dieses Mal nicht nur wie sonst üblich in Deutsch und Persisch abgehalten, sondern auch in englischer und französischer Sprache. Daneben lockte das Sommerfest auch viele Nicht-Bahà`i aus Langenhain und der ganzen Region an, die das variationsreiche Essensangebot aus aller Herren Länder zu schätzen wissen. Auch das facettenreiche musikalische Programm mit Kindergruppen und Jugendbands sowie viel Folklore und einer Feuershow kam gut an. Insbesondere die Kinderherzen höher schlagen ließ der in diesem Jahr ausgerufene Luftballonwettbewerb. Jeder Ballon wurde mit einer Rückantwortkarte versehen, damit nachvollzogen werden kann, wie weit die bunten Ballons fliegen. Gerade für die jüngsten Besucher gab es jede Menge attraktive Angebote, zu denen neben dem Kinderkarussell und der Rollenrutsche erstmals auch eine Speckstein-Werkstatt gehörte. Beliebt bei Groß und Klein war das kulinarische Angebot, das von chinesischen Gerichten über mittelamerikanische "Feuertöpfe" und Salaten bis zu Fleischspießen mit Fladenbrot reichte. Begehrt waren auch die in einer englischen "Fish-and-Chips-Maschine" mit vier Kammern zubereiteten Pommes, die wie das chinesische Essen bereits am frühen Nachmittag ausverkauft waren. Dennoch ist die Kalkulation des Festausschusses einmal mehr passgenau aufgegangen. "Das ist jedes Mal ein Pokerspiel", betonte Sommerfest-Mitorganisator Wolfgang Weber am Ende des Tages sichtlich zufrieden. Aber dank der "Ewigenliste" mit allem, was im Vorfeld vorzubereiten und zu erledigen ist - angefangen von der Genehmigung des Luftfahrtbundesamtes für den Ballonwettbewerb bis zu den Genehmigungen für die Musikdarbietungen auf der Bühne - hat das schon seit Jahren zusammengeschweißte Team auch bei diesem Sommerfest alles im Griff gehabt. Dabei hat sich auch wieder gezeigt, dass die Entscheidung, Geschirr zu verwenden, nicht nur umweltfreundlich ist. Denn die 10000 Teile kamen bis auf einige wenige Ausnahmen wieder unbeschädigt zurück ins Spülmobil und der Park rund um das Haus der Andacht war auch am Ende des Festes nicht zugemüllt. Warum sich bislang viele Plakatständer des Sommerfestes "selbstständig" gemacht haben, mit denen die Bahà`i das Multikultifest im Vorfeld bewerben, bleibt nach wie vor ein Rätsel.

