CHINONCENTER Initiative kritisiert Bauten
(red). Der Bau des Chinon-Centers in Hofheim schreitet unübersehbar voran. Die Bürgerinitiative (BI) Chinonplatz erinnert daran, dass der ursprünglich geplante und genehmigte Bau sechs Meter höher werden sollte, "noch klotziger und erdrückender" als das, was jetzt an der Elisabethenstraße entstehe. Dass es anders kommt, dafür habe die BI per Gerichtsentscheid gesorgt.
Das "Erschreckende" sei, dass die Hofheimer Politiker und auch der Gewerbeverein IHH den hässlichen Ursprungsklotz vehement verteidigt und sich für dessen Verwirklichung eingesetzt hatten.
Zwar sei die BI froh, dass man das verhindern konnte, doch werde der "Klotz" nach Berechnung der BI von 2008 die Bürger in der jetzigen Form in den nächsten 20 Jahren 50 Millionen Euro und mehr kosten. "Und das in Zeiten wo selbst das Geld fehlt um Schlaglöcher zu beseitigen, wo im sozialen Bereich alles zusammengestrichen" werde, kritisiert die BI.
Die ungelösten Verkehrsprobleme rund um den Klotz werden, so sagt die Bürgerinitiative voaraus, Ende des Jahres "offen zu Tage treten und uns jeden Tag Zeit, Nerven und Gesundheit kosten". Die BI weist darauf hin, dass die Stadt den "Klotzverkehr" im Verkehrsentwicklungsplan "vergessen" habe.
Auch die Höhe weiterer Bauten kritisiert die BI und befürchtet, dass die Elisabethenstraße mit dem aufgestockten Rathaus und dem Gebäude auf dem MKW-Gelände zur "Schlucht für den Verkehr" werde. Das Kino sei der "einzige Lichtblick am Horizont", meint man in der Bürgerinitiative, vorausgesetzt, es kommen 100000 Zuschauer jährlich. "Wenn nicht, droht es für die Stadt zum finanziellen Desaster zu werden."

