KELLEREIPLATZ IHH über Teile des Konzepts verärgert
(red). Der Vorstand des Hofheimer Vereins Industrie-Handel-Handwerk (IHH) hat in einem offenen Brief an den Magistrat, die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung und den Ortsbeirat Nord "Diskussionsbedarf" zur Neugestaltung des Kellereiplatzes angemeldet. Nach der Präsentation des Modells kritisiert der Verein, dass man am Museum nicht mehr mit dem Auto durchfahren kann. Dadurch entstünde mehr Verkehr in der Kirschgartenstraße und der Pfarrgasse, wo ein Kindergarten liegt. Außerdem bemängelt der IHH, dass es durch den Neubau von Bücherei und Stadtarchiv "zu einer weiteren Verringerung an Parkplätzen" kommt. Die Parkplätze im Chinon-Center, betont der IHH einmal mehr, reichten nicht. Wenigstens für die Dauer des Umbaus des Kellereiplatzes müssten Alternativen angeboten und "das lange versprochene" Parkleitsystem installiert sein.
"Mit Verärgerung" habe der IHH die Magistratsvorlage zum Verkauf des Büchereigebäudes zur Kenntnis genommen, weil darin von "Einzelhandel (in Ergänzung zu den Geschäften in der Kernstadt und im Chinon-Center) die Rede sei. Bei einer Sitzung der Lenkungsgruppe City-Marketing sei dagegen bestätigt worden, dass eine Einzelhandelsnutzung ausdrücklich ausgeschlossen ist. Das sei "nicht akzeptabel", so der IHH. Es sei "seit langem Konsens", dass in diesem Bereich "auf keinen Fall weitere Einzelhandelsflächen geschaffen werden", schreibt der IHH und fordert, dass die Ausschreibung geändert und eine Einzelhandelsnutzung ausgeschlossen werde.
Für den IHH stelle das geschilderte Vorgehen die Kooperation im Gremium City-Marketing in Frage, man wolle aber gesprächsbereit bleiben. Es könne nicht sein, dass "verbindliche Absprachen nicht eingehalten werden".

