Liegen und ausreichend trinken
02.07.2010 - HOCHHEIM
Von Uli von Mengden
BLUTSPENDE-AKTION Die Hochheimer lassen auch in der Sommerhitze das Rote Kreuz nicht im Stich
Intensiver Duft von frisch gegrillten Bratwürsten empfing die Spendenwilligen beim Blutspendetermin der DRK-Ortsvereinigung in der Heinrich-von-Brentano-Schule. Wer an diesem heißen Sommertag bereit war, sein Blut für Menschen in Not zu spenden, der sollte mit der zur Jahreszeit passenden Spezialität wieder zu Kräften kommen. Der 2. Vorsitzende Harald Treber stand am Grill vor den Fenstern zur Schulküche und hatte ordentlich zu tun.
112 Spender
Besonders verblüffte die Organisatoren der Andrang gleich zu Beginn der Spendenaktion. Nach 30 Minuten meldeten sich bereits 35 potenzielle Spender an. Im Schnitt kämen 100 Freiwillige pro Termin, die die Ortsvereinigung mehrmals im Jahr durchführt, teilte der 2.
Bereitschaftsleiter Harald Schydlowski mit. Bedenken gab es wegen der hochsommerlichen Witterung, ob sich die Spendenbereitschaft da noch auf so hohem Niveau zu erkennen gibt. Sorgen, die unberechtigt waren. Der Blutspendedienst Hessen, der den medizinischen Part übernommen hatte, registrierte letztlich 112 Spender. ,,Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen genügend trinken, aber das sollten sie bei warmer Witterung sowieso tun“, umschrieb Schydlowski eine der wichtigsten Aufgaben, die den örtlichen DRK-Helfern zukam. Wer sich nicht daran hielt, der musste damit rechnen, dass der Kreislauf instabil wurde. Von wenigen Fällen, bei denen die geübten Helfer sofortige Gegenmaßnahmen zu ergreifen hatten, wurde berichtet. Unverzüglich trinken und ausreichend liegen, lauten die ersten Schritte, um die drohende Ohnmacht zu umgehen.
Neben der Verpflegung, kümmerten sich die 20 Helfer aus der Ortsgruppe noch um den organisatorischen Ablauf. Nach der Anmeldung und Registrierung muss jeder Spendenwillige noch einen ärztlichen Eignungstest absolvieren, um zur Spende zugelassen zu werden. Ein halber Liter Blut wird dann entnommen, der als Blutkonserve bevorratet wird. Um die Regeneration der Spender kümmerte sich auch das Jugendrotkreuz, das mit drei Mitgliedern den Ruhebereich betreute.
Besonders bei schönem Wetter, wo sich viele Menschen beim Baden, sonstigem Sport im Freien oder Radausflügen erhöhten Gefahren aussetzen, ist der Bedarf an Blut besonders hoch. Aber auch nach Operationen oder bei schweren Krankheiten, ist das Blut der Saft, der Leben retten kann.
Erfreut registrierte das DRK, dass sich 15 Erstspender einfanden. 97 Menschen kamen, die bereits mehrfach ihr Blut zur Verfügung stellten.
Dreimal gab es eine Anerkennung für die zehnte Spende. Eine besondere Auszeichnung erhielt Hartmut Kersten, der bereits seine 75. Blutspende absolvierte.

