SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNG Bäume werden gespritzt
(ws). Die Stadt Hochheim hat dem Eichenprozessionsspinner den Kampf angesagt. Wie aus dem Rathaus der Wein- und Sektstadt verlautet, entwickeln sich derzeit die gefürchteten Raupen des Nachtfalters.
Die Bekämpfung der als Schädling eingestuften Raupen ist nur vor Erreichen des „dritten Larvenstadiums“, sinnvoll, in dem sie die für den Menschen gefährlichen Brennhaare entwickeln. Daher wird ihnen in Hochheim jetzt mit einem biologischen Spritzmittel der „Garaus“ gemacht. Das eingesetzte Bacillus thuringiensis ist nach Angaben der Stadtverwaltung für Menschen und Tiere unschädlich und wird mittels Hubsteiger auf die befallenen Bäume gespritzt.
20 Eichen betroffen
In Hochheim gibt es bislang „nur rund. 20 Eichen, die betroffen sind“ so Helga Korinth, zuständig für die Grünflächen der Stadt. Diese Bäume befinden sich in der Massenheimer Landstraße, in der Frankfurter Straße, im Kirchhof Massenheim, an der Sport- und Kulturhalle Massenheim sowie am Betonringweg.
Ein Baumpflege-Unternehmen wird im Auftrag der Stadt in der nächsten Woche die Bekämpfung durchführen.
Gefährliche Brennhaare
Die gesundheitlichen Gefahren des Schädlings sind bei Berührung mit den Brennhaaren Juckreiz, Hautausschlag und oftmals ein allgemeines Krankheitsgefühl, das über mehrere Wochen anhält. In einigen Fällen kommt es auch zu Reizungen der Atemwege bis hin zu asthmatischen Symptomen und allergischen Schockreaktionen.
Die Gefahr besteht besonders von Ende Mai bis September. Die Haare des Eichenprozessionsspinners behalten jedoch bis zu fünf Jahre ihre Wirkung. Aus diesem Grund müssen auch verlassene Nester auf jeden Fall entfernt werden. Dies ist im letzten Jahr an den bekannten Bäumen in Hochheim geschehen.
Wer noch „neue Standorte“ kennt oder in seinem eigenen Garten EPS-Befall findet, möchte dies bitte der Stadtverwaltung melden Ansprechpartnerin ist Helga Korinth (Telefon 0 61 46/ 90 01 64, E-Mail: korinth@hochheim.de).
Es ist damit zu rechnen, dass sich der Schädling noch weiter ausbreitet und daher eine großflächige konsequente Bekämpfung unerlässlich ist. Je nach Witterung und Wirkungsgrad kann noch mal eine „Nachbehandlung“ notwendig werden.

