(red). Die hessische Landeshauptstadt erwischte es am Freitag früher als die rheinland-pfälzische. In Mainz begann der heftige Schneefall erst gegen 16 Uhr, in Wiesbaden ging es schon vor 15 Uhr los. Schnell waren die Straßen schneebedeckt, in Mainz ereigneten sich nach Angaben der Polizei etwa 30 Unfälle. Viele Autos sind nur mit Sommerreifen unterwegs. In Mainz lief der Verkehr am Abend „nur noch im Schritttempo“, wie die Polizei berichtete. Die Stadt sei „ziemlich dicht“. Nach Beginn des Schneefalls am späten Nachmittag ereigneten sich zahlreiche Unfälle. Fahrer kamen von den spiegelglatten Straßen ab oder krachten in andere Fahrzeuge. Die Straßenmeisterei in Mainz hatte nach eigenen Angaben alle sechs Räum-und Streufahrzeuge im Einsatz.
In Mainz lief der Verkehr am Abend „nur noch im Schritttempo“, wie die Polizei berichtete. Die Stadt sei „ziemlich dicht“. Nach Beginn des Schneefalls am späten Nachmittag ereigneten sich zahlreiche Unfälle, Straßen mit Steigungen wurden zum Teil gesperrt. Fahrer kamen von den spiegelglatten Straßen ab oder krachten in andere Fahrzeuge. Die Straßenmeisterei in Mainz hatte nach eigenen Angaben alle sechs Räum-und Streufahrzeuge im Einsatz.
Busse in Wiesbaden stehen still
"Wegen Schneeglätte ging spätestens seit dem Nachmittag nichts mehr auf den Straßen. „Die City ist dicht“, meldete das erste Polizeirevier. Selbst auf den Einfallstraßen, wie Biebricher Allee und Dotzheimer Straße, kamen die Autos, wenn überhaupt, nur „sehr, sehr zähflüssig“ voran. Die Polizei meldete „viele kleine Blechschäden, aber keine schwerwiegenden Unfälle“ – was letztendlich auch an der Kriechgeschwindigkeit gelegen haben dürfte. Die Schneeglätte sorgte nicht nur für quer stehende Autos auf der Platte und Eisernen Hand sowie in den östlichen Vororten, Taunusstein und Georgenborn. So manch ein Autofahrer ließ seinen fahrbaren Untersatz stehen, nahm kilometerlange Wege in Kauf oder setzte sich in die S-Bahn, die zumindest kurz nach 19 Uhr „voll, aber nicht überfüllt“ war.
Andere Alternativen gab es am Freitag auch gar nicht. Denn der Eswe-Busverkehr brach völlig zusammen. Da auch die Linien („Und zwar alle durch die Reihe“) in den verstopften Straßen nicht voran kamen, sprach Eswe-Pressesprecher Holger Elze von „massiven Störungen“. Erst gegen 20 Uhr fuhren vereinzelt ein paar Buslinien wieder. Und bei den Taxizentralen kamen nur wenige Anrufer durch. Die Beamten im ersten Polizeirevier schätzen, dass sich vielleicht gegen Mitternacht die Lage entspannen wird. Streufahrzeuge stehen in den Startlöchern, kommen jedoch wegen der komplett dichten Straßen nicht zu ihrem Einsatz.
Glimpflich lief es dagegen auf den Autobahnen ab. Die Beamten registrierten zum größten Teil „umsichtige Autofahrer“, die mit 20 bis 30 Stundenkilometern auf der A3 und A66 entlang krochen. Ebenfalls gaben die Beamten im Main-Taunus-Kreis und im Rheingau Entwarnung.
Die Polizei Idstein meldete am Freitagabend einen Unfall an der Kreuzung der B275 zur Bundesstraße 8 bei Waldems-Esch. In der Wiesbadener Straße in Idstein hatte sich in Höhe von McDonald’s ein Laster festgefahren. Auf der Dasbacher Höhe (L3026) zwischen Idstein und Niedernhausen überschlug sich ein Auto. Verletzt wurde niemand. Im Idsteiner Land sorgte der Schneefall ansonsten ebenfalls für Stop-and-go-Verkehr auf den Straßen. „Alles dicht“, so die Auskunft auch der Polizei Idstein gegen 18.30 Uhr.
„Es schneit fleißig“, berichtet um die gleiche Zeit ein Beamter der Polizeistation Bad Schwalbach, der gerade seinen Dienst antrat. Einige Straßen in Bad Schwalbach seien nicht mehr befahrbar, Unfälle aber noch keine gemeldet worden. „Die Leute fahren halt langsam.“ Alle Streufahrzeuge waren gestern im Untertaunus im Einsatz, insbesondere, um die Bundesstraßen freizuhalten. Starker Betrieb herrschte wiederum in der Notaufnahme der Dr. Horst-Schmidt-Klinik, die von zahlreichen Passanten nach Autounfällen und nach Stürzen aufgesucht wurde. HSK-Pressesprecherin Beate Weber-Schnee sprach von einer „starken Zunahme insbesondere an Knochenbrüchen“.
Ganz spontan wurde wiederum auf der Fußgängerinsel an der St. Elisabeth-Kirche am Zietenring folgender Service angeboten: Für die in der Schlange stehenden Autofahrer wurde ein Glas Glühwein für zwei Euro ausgeschenkt.
Sonntag mehr Schnee
Bis Samstagmorgen hatte sich die Lage auf den Straßen wieder weitestgehend beruhigt. In der Nacht zum Sonntag soll weiterer starker Schneefall einsetzen, teilte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Freitag mit. Bei Temperaturen bis maximal minus drei Grad muss mit Schneeglätte gerechnet werden. Im Bergland kann es zu Sturmböen und Schneeverwehungen kommen. Bei Temperaturen über null Grad kann es am Montag auch regnen. Mit Glatteis muss gerechnet werden.

