Wetterwende über der Region: Die Hitze des Mittwochnachmittags ist über dem Rhein-Main-Gebiet und über Rheinhessen vielerorts von teils kräftigen Unwettern mit Starkregen und starken Böen abgelöst worden. Der Wetterdienst warnte vor Unwettern mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern.
Sturmtief „Olivia“ hat am Donnerstagmorgen Pendlern den Weg zur Arbeit erschwert. Zahlreiche Züge waren in ganz Hessen verspätet, wie ein Bahn-Sprecher in Frankfurt sagte. Die Strecke Lorsbach-Niedernhausen im Taunus sollte bis zum Mittag gesperrt bleiben. Der Regionalexpress zwischen Limburg und Frankfurt-Höchst falle deshalb aus, die S-Bahnlinie S9 fahre nur auf einem Teil der Strecke. Viele umgefallene Bäume seien aber bereits in der Nacht weggeräumt worden. Abgerissene Oberleitungen wurden repariert.
„Olivia“ hatte am Abend eine Spur der Verwüstung mit einem Schaden in Millionenhöhe hinterlassen. Es gab mindestens einen Toten und zahlreiche Verletzten. Sturmböen deckten Dächer ab, entwurzelten Bäume und wirbelten Gegenstände durch die Luft. Starkregen setzte Keller und Teile der Autobahnen rund um Frankfurt unter Wasser. In einem Wald bei Hessisch Lichtenau wurde nach Angaben der Polizei in Kassel ein 72 Jahre alter Jäger von einem umstürzenden Baum erschlagen.
Auch Mainz ist von Stürmen und starkem Regen betroffen: Der Orkan wirbelte entlang der Straßen und Autobahnen Staub- und Sandwolken auf, schüttelte Blätter von den Bäumen. Auf der Rheinstraße flogen in der Höhe Fischtorplatz Möbel über die Straße. Mehrere Bauzäune lösten sich aus ihren Verankerungen. Ein Baum verfing sich in der Oberleitung zwischen Bahnhof und Alicen-Platz.
Das Grünamt der Stadt Mainz teilt zudem mit, dass der Schlammfang des Wasserspielplatzes Goetheplatz aufgrund der gestrigen Sturmereignisse leider verstopft ist. Die Absaugung über eine Fachfirma kann erst am Freitagvormittag erfolgen. Somit kann der Wasserspielplatz Goetheplatz am heutigen Tage nicht betrieben und genutzt werden. Das Grünamt geht davon aus, dass die Inbetriebnahme nach der Absaugung ab Freitagmittag wieder erfolgen kann.
Auf der B9 zwischen Mainz-Laubenheim und Nackenheim meldeten Autofahrer der Polizei große Äste, die die Fahrbahn blockierten. Innerhalb kürzester Zeit fiel enorm viel Regen, der auf den Straßen zu Aquaplaning führte. Um 20.21 Uhr heulten in Nackenheim die Sirenen auf.
Die Gewitterfront, die am gestrigen Abend das Rhein-Main-Gebiet überquerte, hat auch in Wiesbaden schwere Schäden verursacht. Dabei wurden auch zwei Menschen zum Teil schwer verletzt. In der Maybachstraße wurde ein Ehepaar von einem Baum getroffen, der in etwa fünf Metern Höhe von einer Windböe abgeknickt wurde. Beide Personen erlitten schwere Kopfverletzungen und mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden. Die Frau wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.
Innerhalb kurzer Zeit gingen bei der Leitstelle der Berufsfeuerwehr rund 170 Notrufe ein. Spektakulärste Einsatzstelle war ein Wohnhaus in der Blücherstraße. Dort war ein rund drei Meter langer und zwei Tonnen schwerer Kamin abgeknickt. Er hatte sich in eine Dachgaube gebohrt und drohte abzustürzen. Die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr sicherte den tonnenschweren Schornstein, um ihn später mit einem Kran zu entfernen. Die im Schadensbereich wohnenden Personen blieben unverletzt, mussten aber für die Dauer der Arbeiten die Wohnung verlassen.


in Rüsseslshseim würde man zum Unwetter sagen:
Da ist die Stadtverwaltung schuld, wenn so ein Unwetter schaden anrichten kann.
Haben nicht die Oppositionspartein schon immer nachdringlich gefordert die Stadt zu überdachen? Es ist die Verantwortung des Magistrats, wenn es so stark regnet!