Bundesnachwuchs aus Wiesbaden - Familienministerin Schröder ist schwanger
19.01.2011 - BERLIN / WIESBADEN
Von Manfred Gerber
Nicht nur das private und familiäre Umfeld, auch der Kreisverband der Wiesbadener CDU freut sich über die am Dienstag bekannt gewordene Schwangerschaft von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU).Die 33-jährige Ministerin und Wiesbadener CDU-Bundestagsabgeordnete erwartet im Juli ihr erstes Kind.
Vor knapp einemJahr hatte sie als Kristina Köhler auf dem Wiesbadener Standesamt ihren Mann, Innenstaatssekretär Ole Schröder(39, CDU), geheiratet. Die kirchliche Trauung fand anschließend in Dotzheim statt. Zu dieser Zeitung sagte sie am Mittwoch: „Für meinen Mann und mich war schon immer klar, dass wir auf jeden Fall Kinder haben wollen.“ Beider Familien freuten sich über den zu erwartenden Nachwuchs sehr, „und wir können auf ihre Unterstützung bauen“, so die Ministerin. Kristina Schröder ist die erste Bundesministerin, die während ihrer Amtszeit schwanger wurde.
Klee: „Ich finde das prima!“
„Ich finde das prima!“, sagte CDU-Kreisvorsitzender Horst Klee,„warum soll nicht auch mal eine amtierende Ministerin schwanger werden?“ Karriere und Kind unter einen Hut zu bringen, „das wird nicht einfach“, meint Klee, „aber ich bin überzeugt, dass sie das wunderbar hinbekommen wird. Wir wünschen ihr alles Gute.“
Das wünschen dem Paar auch alle Freunde, wie ihre beste Freundin Birte Christ, mit der Kristina Schröder schon während der Zeit in der Kohlheckschule, also seit dem sechsten Lebensjahr, befreundet ist und mit der zusammen sie auch das Wiesbadener Dilthey-Gymnasium besucht hat. Birte Christ:„Ich freue mich sehr.“ Mehr gebe es nicht zu sagen, denn:„Jetzt soll erst mal das Kind zur Welt kommen.“
Während der gesetzlichen Mutterschutzfristen zu Hause
„Natürlich wird das eine besondere Herausforderung, und wir haben auch noch nicht alles geplant“, lässt Kristina Schröder wissen. Sie bleibe aber „mit Leib und Seele“ Wiesbadener Abgeordnete. Natürlich sei sie schon jetzt als Ministerin nicht mehr so viel in Wiesbaden wie früher als einfache Abgeordnete. „Aber ich bin optimistisch, dass ich es auch weiterhin schaffe, mich erfolgreich für die Wiesbadener Bürger einzusetzen.“ Mehr war der sehr auf die Abschottung ihrer Privatsphäre bedachten Ministerin nicht zu entlocken.Beispielsweise auch nicht eine Antwort auf die Frage, wo sie das Kind zur Welt bringen möchte.
Während der gesetzlichen Mutterschutzfristen will Kristina Schröder zu Hause bleiben und von dort aus alle notwendigen Entscheidungen treffen. Elternzeit können weder sie noch ihr Ehemann Ole nehmen. Denn:Abgeordnete, Minister und Parlamentarische Staatssekretär, können generell keine Elternzeit beanspruchen und kein Elterngeld beziehen.

