"Irene" stutzt Ministerpräsident Bouffier die Flügel - Flug nach New York gestrichen
27.08.2011 - WIESBADEN / NEW YORK
Hurrikan "Irene" hat die Reisepläne von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) durchkreuzt und ihn zum Umplanen gezwungen. Bouffier und seine etwa 30-köpfige Delegation fliegen nicht wie geplant am Sonntagmorgen nach New York, sondern zwei Tage später direkt nach Wisconsin, wie Regierungssprecher Michael Bußer am Samstag sagte. Die New-York-Reise werde aber in den nächsten Wochen nachgeholt. Einen Termin gibt es noch nicht. Bouffier will in den USA die Interessen des Finanzplatzes Frankfurt vertreten.
Die Lufthansa-Maschine, mit der Bouffier am Sonntagmorgen nach New York fliegen wollte, wurde wie viele andere USA-Flüge wegen des Hurrikans annulliert. Der gefährliche Wirbelsturm wird am Sonntag in New York erwartet.
Besuch an Ground Zero geplant
In New York wollte Bouffier eigentlich Börsenchef Duncan Niederauer treffen und sich über die Details der geplanten Fusion der New Yorker Börse NYSE mit der Frankfurter Börse informieren. Der Chef der Frankfurter Börse, Reto Francioni, sollte mitfliegen. Kurz vor dem zehnten Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 wollte Bouffier auch Ground Zero besuchen, den Ort, an dem die Türme des World Trade Center standen.
In Wisconsin will Bouffier die langjährige hessische Partnerschaft mit dem Bundesstaat weiter ausbauen. Am Dienstag fliegt er nun direkt von Frankfurt über Chicago nach Madison - der Hauptstadt von Wisconsin. In dem Bundesstaat im Mittleren Westen will Bouffier den neuen Gouverneur Scott Walker treffen. Der Austausch von Schülern und Studenten soll verstärkt werden. Der Ministerpräsident will sich auch über die Sozialpolitik informieren, die sich sein Vorgänger Roland Koch (CDU) einst als Vorbild für Hessen genommen hatte.
Zweite und letzte Station wird - wie geplant - die Autostadt Detroit sein, wo Bouffier mit der Führung des Konzerns General Motors (GM) sprechen will. Hessen sei der wichtigste Standort der GM-Tochter Opel, deshalb wolle er die Interessen des Bundeslandes dort vertreten, hatte Bouffier angekündigt. Der CDU-Politiker wird auf der Reise von Landtagsabgeordneten, Firmenvertretern und Hochschulvertretern begleitet. Am 3. September sollen sie nach Deutschland zurückkehren.

