Farbe und Form
07.09.2010 - WALLAU
Kunstausstellung in Mankers Scheune
(red) - Karin Noll präsentiert Gegenständliches und Abstraktes in Mankers Scheune, Zur Burg 26, in Wallau.
Karin Noll, geboren 1943 in Wiesbaden und dort auch wohnhaft, über sich selbst: „Malen und Aktmodellieren waren für mich ein Leben lang eine Notwendigkeit. Es bereitet mir große Freude, das Leben in Farben und Formen neu zu erfinden.“
Anfang der 70er Jahre beginnt Karin Noll mit naiver Malerei, nimmt regelmäßig Unterricht in freier Malerei, im Zeichnen und Malen in der Natur sowie in Aktbildhauerei an der Europäischen Akademie für bildende Künste in Trier. Einzelunterricht bei namhaften Künstlern und Malaufenthalte in Frankreich, Mallorca, Schottland und der Toskana schließen sich an. In mehreren Ausstellungen präsentiert sie ihre Werke.
Noch einmal Karin Noll: „Besonders in der Aktbildhauerei habe ich vereinfachtes Sehen gelernt. Das Auge sieht nur noch Wesentliches. Durch dieses andere Sehen werden Linien kraftvoll, Gegenstände, Landschaften und Blumen vereinfacht - auch in der Form verfremdet. Mit dieser Vereinfachung geht auch die Befreiung der Farbe vom Gegenstand einher. Da wird eine Wiese schon mal virtuos rosa, der Himmel türkis. Insoweit hat die Bildhauerei auch meine Malerei beeinflusst.“
1996 lernt sie Matthias Gessinger, Kulturpreisträger der Landeshauptstadt Wiesbaden, über einen Vortrag „Die Basis ist nicht die Muße, sondern das Wissen“ kennen, der seit dieser Zeit ihre Arbeit begleitet und sie mit seinem Wissen und seiner Kompetenz zur Abstraktion führt. Matthias Gessinger zu Karin Noll: „Manchmal kann Kunst auch die freundliche Botschaft der Sonne und des Lichts sein. Karin Noll gehört zu den Künstlerinnen, die sich der Farbe verschrieben haben, die der Kraft der Farbe vertrauen. Sie beherrscht die Farbenlehre im Schlaf. Später werden aus Träumen, Erfahrungen und Beobachtungen Bilder. Realisiert werden sie virtuos, ohne die Gesetzmäßigkeiten der Komposition oder des Quantitätskontrastes außer Acht zu lassen. Auf dieser Basis definiert sie Farbe und Form immer neu und signalisiert dem Betrachter hoffnungsvolles, positives Denken.“
Aus dem Freundeskreis Matthias Gessinger konstituiert sich die Gruppe „ICH UND WIR“, der Karin Noll zusammen mit anderen Künstlerinnen angehört, und die regelmäßig im Künstlerhaus 43 in Wiesbaden Gemeinschaftsausstellungen veranstaltet. Außerdem ist sie Mitglied im Kunstverein Eisenturm in Mainz und im Wallauer Fachwerk.
Die Ausstellung ist geöffnet am Freitag, 10. September, ab 18 Uhr, Vernissage. Am Samstag, 11. September, von 15 bis 18 und am Sonntag, 12. September, von 1 bis 15 Uhr. Matthias Gessinger, Kulturpreisträger der Landeshauptstadt Wiesbaden, spricht einführende Worte.

