Dacho-Umzug mit stürmischem Ende
13.02.2010 - WIESBADEN
Von Birgit Weidner
Unglaublich: Da wollte doch Dracho, der Dacho-Drache nach dem Kinderumzug durch die Innenstadt unserem Oberbürgermeister Helmut Müller ans Geld. Angefeuert von unzähligen Schaulustigen tobte das grün-gelbe Riesentier vor der Rathaustreppe. Aber mit Müller war nicht zu spaßen. Wild fuchtelte er mit einem Schwert herum. „Ich habe dieses Jahr sowieso kein Geld“, hallte es mutig über den Schlossplatz, über die Köpfe von Dacho-Vorsitzenden Werner Mühling, mehr als Tausend Kinderumzug-Teilnehmern, Stadtrat Arno Goßmann und weiteren Stadtkassenverteidigern hinweg. Doch oh Schreck. Der Drache gewann und stürmte das Rathaus. Und mit ihm all die großen und kleinen Narren. Schließlich gab es Süßigkeiten zu Hauf und auch Bier und Cola gratis.
Ein stürmisches Ende des bunten Kinderumzugs mit rund 40 Zugnummern. Gestartet am Luisenplatz, zog sich der närrische Lindwurm mit Vereinen, Kindergärten, Kindertagestätten, Schulen, Guggemusikern, Kutsche, Planwagen und Thermine über Rheinstraße und Fußgängerzone bis hin zum Schlossplatz. Die Jecken an den Straßenrändern honorierten mit viel Helau zum Beispiel die Delegation der Diesterwegschule als WM-Kicker, die „Pink Ladies“ (CV Bierstadt) hoch zu Schiff oder auch Sportler vom Deutschen Hockey Club Wiesbaden mit Hockeyfeld auf dem Kopf. US-Präsident Obama (Die Spinner) zog einen Handwagen und der sechsjährige Tim Schneider ging als Eisbär. Was ihm am besten gefällt? „Das Bonbonwerfen“, so der Erbenheimer Knirps. Schön für das kleine Gespenst auf dem Bürgersteig, das sich eifrig danach bückte.

